Ausgrabungen
Sechste Runde der Iffelsdorfer- Schatzsuche

Nach vier Wochen ging am Donnerstag die sechste Grabungskampagne bei Iffelsdorf zu Ende. Die Stadt Pfreimd möchte die Funde natürlich in der Stadt ausstellen. Sie hat ein Museumskonzept in Auftrag gegeben, das inzwischen vorliegt und beraten werden muss. Bild: Gerhard Götz
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Pfreimd
29.09.2016
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Neues vom Iffelsdorfer Gräberfeld: Vier Wochen lang waren Archäologiestudenten der Universitäten Wien und Bamberg mit den von Dr. Hans Losert und Professor Dr. Erik Szameit betreuten Ausgrabungen beschäftigt - auch körperlich Schwerstarbeit.

Die Nekropole bringt immer mehr Licht in die Geschichte der Baiern und der sich ansiedelnden Menschen aus dem europäischen Osten. Bisher wurden auf dem slawischen Friedhof 60 Gräber aus dem 8. Jahrhundert nach Christus freigelegt, darunter laut Dr. Losert "das am reichsten ausgestattete Männergrab Bayerns." Die Funde ließen die Herzen der Archäologen höher schlagen: Das Schwert eines awarischen Kriegers, eine komplett erhaltene Gürtelgarnitur, Kochgefäße: Die Hinterbliebenen aßen und tranken am Grab. Am Donnerstag wurden die Ergebnisse der Grabungskampagne präsentiert. Demnach siedelten die Menschen auch direkt beim Friedhof. "Es handelt sich um eine Hofgrablege, einen Friedhof für sozial höherstehende Personen", erläuterte Hans Losert. Iffelsdorf sei ein Bindeglied zwischen Herrenhöfen im bajuwarischen und großmährischen Bereich.
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