Bücherei spielt in der ersten Liga

Bürgermeister Richard Tischler (Fünfter von rechts) und Kuratoriumsvorsitzender Klaus Summer (Dritter von rechts) zeichneten treue Leser und verdiente Mitarbeiter der Stadtbücherei aus. Ursula Pusch, Leiterin der Diözesanstelle des St. Michaelsbunds (Zweite von rechts), würdigte die gute Arbeit der Pfreimder Einrichtung. Bild: sus
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Pfreimd
02.11.2016
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"25 Jahre Stadtbücherei Pfreimd, das ist eine Erfolgsgeschichte", sagte Bürgermeister Richard Tischler beim Ehrenabend im Pfarrsaal. Für die ehrenamtlichen Mitarbeiter gab es entsprechende Auszeichnungen, doch auch an ihre treuen Leser dachte die Büchereileitung.

Bürgermeister Richard Tischler erinnerte mit einem Rückblick daran, dass nach hitzigen Debatten im Stadtrat der damalige Bürgermeister Werner Bernklau und für die katholische Kirchenstiftung Stadtpfarrer Pater Ewald Helldörfer der Gründungsvertrag am 6. Mai 1991 unterzeichneten. Am 15. November 1991 war die Eröffnung der Bibliothek im Schloßhof. 5 000 Medien zählte die Einrichtung damals.

Heute seien es beinahe dreimal so viele. Von Beginn an wird die Bücherei ehrenamtlich geführt. "Untrennbar mit der Bücherei verbunden" sei der Name von Martha Schönberger, sagte Tischler. 19 Jahre lang leitete sie die Bibliothek und stand 21 Jahre dem Büchereikuratorium vor. "Ihr persönlicher Einsatz reichte beispielsweise soweit, dass sie zum deutschlandweiten Erscheinungstermin des ersten Harry-Potter-Bandes an einem Samstag nach Weiden fuhr, um ihn für die Leser der Pfreimder Bücherei am nächsten Tag zur Ausleihe anbieten zu können", sagte der Bürgermeister. Zu den größten Herausforderungen unter Schönbergers Leitung zählten die Einführung der EDV und der Umzug ins Kloster.

Die Rückkehr in die sanierten Räume im Schloßhof koordinierte bereits Büchereileiterin Anita Butz. Sie hatte das Amt von Martha Schönberger im Sommer 2010 übernommen. Unter ihrer Leitung erhielt die Bibliothek den Online-Katalog und Leserkontenverwaltung "Findus". Daneben organisierte das Team zahlreiche Veranstaltungen. Tischler erinnerte an Märchenstunden für Kinder, Autorenlesungen, Führungen oder Angebote für Kinder zum Ferienprogramm. Seit 2015 leitet Bürgermeister Richard Tischler die Bücherei kommissarisch. Dies gelinge nur, weil ein starkes Team hinter ihm stehe, sagte Tischler. Er bedankte sich besonders bei Irmgard Sittl und Susanne Kimmerl für die Vorbereitung des Jubiläumsprogramms.

"Die öffentlichen Bibliotheken sind mit 25 Millionen Besuchern die am häufigsten genutzte Kultureinrichtung, noch vor Museen, Theatern und Kinos ", so Ursula Pusch. Im vergangenen Jahr wurden die öffentlichen Büchereien in Bayern sogar von dreimal mehr Menschen genutzt, als die ersten drei Fußball-Ligen des Freistaates Zuschauer zählten, erläuterte die Leiterin der Diözesanstelle des Büchereiverbands St. Michaelsbund, dem die Bücherei seit ihrer Gründung angehört. Stadtpfarrer Pater Georg lobte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kirche. Altbürgermeister Arnold Kimmerl freute sich als stellvertretender Landrat über das nachhaltige ehrenamtliche Engagement in Bildung und Leseförderung.

Kunde seit dem ersten TagZum Ehrenabend waren auch die Leser geladen, die seit dem ersten Öffnungstag Kunden der Bücherei sind.

Bürgermeister Richard Tischler und Kuratoriumsvorsitzender Klaus Summer übergaben Gutscheine an Helmut Butz, Gerlinde Blödt, Josef Eichinger, Evi Fleischmann, Karin Giesche, Alfred Hammer, Steffi Hierl, Josef Igl, Hannelore Jahn, Arnold Kimmerl, Elisabeth Lorenz, Erna Lotter, Claudia Paulus, Josef Rauch, Anita Reis, Martina Schammer, Sabine Schönberger, Karin Wilnauer, Thomas Wölker, Tanja Zeus und Katrin Zimmermann.

Zum Jubiläum wurden ehrenamtliche Mitarbeiter ausgezeichnet, die sich in den vergangenen 25 Jahren für die Bücherei eingesetzt haben. Für Anita Adam, Anita Butz, Helmut Friedl, Waltraud Holzgartner, Gisela Hösl, Richard Hösl, Susanne Kimmerl, Hannelore Lanzl, Michael Sachs, Irmgard Sittl, Martha Schönberger, Annemarie Stöckel, Josef Wilnauer und Wolfgang Wöhl gab es Präsente. Und alle Ausgezeichneten erhielten ein Buch. (sus)
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