Die Geburtsstunde der Pfarrei

Die Sankt-Sigmund-Kirche begeht heuer ebenfalls ein Jubiläum: Sie wurde vor 400 Jahren eingeweiht. Bild: hm
Vermischtes
Pfreimd
07.08.2016
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Das 800-jährige Jubiläum der Pfarrei Pfreimd zieht sich wie ein roter Faden durch die Beiträge der aktuellen Jahresschrift "Der Stadtturm". Der Heimatkundliche und Historische Arbeitskreis hat die 32. Jahrgang herausgebracht. Fünf Autoren bieten viel Wissenswertes über Pfreimder Kirchen, Personen der örtlichen Zeitgeschichte und archäologische Funde.

Helmut Friedl befasst sich mit der Geschichte der Pfarrei "Mariä Himmelfahrt", die ihren Anfang mit der Loslösung von der Perschener Urpfarrei nimmt. Gräfin Heilwig als Grundherrin von Pfreimd betrieb vehement diese Loslösung, so dass das Jahr 1216 als Geburtsstunde der Pfarrei Pfreimd gilt. Friedl behandelt auch die Bedeutung des Klosters, der Ordensgemeinschaften und der Eremiten in der langen Geschichte der Pfarrei.

Über die Einweihung 1685


Josef Eimer aus Wernberg-Köblitz berichtet über die Einweihung der Pfarrkirche am 28. September 1685 durch Weihbischof Franz Weinhart. Dessen Leben und Wirken stellt er in den Mittelpunkt seines Berichts. Fast unbemerkt im Trubel der Jubiläumsveranstaltungen blieb die Tatsache, dass die Friedhofskirche Sankt Sigmund heuer ebenfalls ein nicht unbedeutendes Jubiläum begeht: Hans Paulus zeigt die Geschichte des Gotteshauses direkt am Ufer der Pfreimd, welches 1616 durch den Weihbischof von Regensburg und dem Landgrafen Pater Wilhelm von Leuchtenberg eingeweiht wurde, auf.

Die Priesterbrüder


Seinen zweiten Aufsatz widmet Josef Eimer zwei Priesterbrüdern aus dem Markt Luhe. Der erste war Georg Ulrich Sigert, der 1828 zum Priester geweiht wurde. Keine 40 Jahre alt, starb er als Stadtpfarrer von Eschenbach an einem Schlaganfall. Sein jüngerer Bruder Johann Georg Sigert empfing 1830 die Priesterweihe. 1850 wurde er Stadtpfarrer in Pfreimd. Ein Höhepunkt in seinem Wirken war 1857 die Gründung des Schulschwesterninstituts gleich neben der Pfarrkirche. Es umfasste eine Mädchenschule sowie eine Bewahranstalt (Kindergarten). Der Ehrenbürger starb 1887. Mit den Mesnern und Eremiten auf dem Eixlberg setzt sich Helmut Friedl auseinander. Seine Auflistung geht zurück bis 1696. Der letzte Mesner auf dem Eixlberg war Frater Franz Josef Plaschko (bis 1978).

Den archäologisch unerschöpflichen Bereich des Nordens von Iffelsdorf beleuchtet Kurt Engelhardt. Der Kreisheimatpfleger für Archäologie beschreibt die Fundbereiche vom Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald über die Fluren "Stockäcker" und "Gürnitzrangen" bis zur Flur "Weiherwiesen" an der Kreisstraße SAD 54. Ernst Thomann aus Nabburg hat Rollenfunde aus Untersteinbach und Iffelsdorf thematisiert. Den letzten Beitrag überschreibt Helmut Friedl mit "Der versuchte Ankauf einer Feuerspritze und die Feuerlöschordnung von 1842".

JahresschriftDie neue Jahresschrift ist bei Papier-Eisenreich, im Rathaus sowie im Buchcafé zum Preis von 9,50 Euro erhältlich.
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