Freiwilliges soziales Jahr in Italien
Behinderte in Triest betreuen

Ulla Demleitner zieht es nach dem Abitur ins Ausland. Bild: Völkl
Vermischtes
Pfreimd
22.07.2016
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Das Abi ist geschafft, nun geht es ein Jahr ins Ausland. Nicht zum "Abhängen": Ulla Demleitner hat sich für ein freiwilliges soziales Jahr in der Triester Behinderteneinrichtung "igira soli" entschieden. Dafür braucht sie Unterstützer.

Die 18-jährige Pfreimderin hatte am Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium in Nabburg den sprachlichen Zweig belegt. Für sie stand fest: "Nach dem Abi möchte ich ins Ausland". Sie will weiter Fremdsprachen lernen und das mit sozialer Tätigkeit verbinden. Ulla ist wohl auch von ihrem Vater Wolfgang Demleitner, Pfreimder BRK-Bereitschaftsleiter, etwas "vorbelastet". Die junge Frau wollte aber nicht gleich ans Ende der Welt, sondern in Europa bleiben. Hin und wieder so ein "Heimaturlaub" bei den Eltern, das tut ganz gut.

Ulla Demleitner recherchierte im Internet, stieß hier auf den freiwilligen Sozial- und Friedensdienst im Ausland, bewarb sich, erhielt fünf Angebote und entschied sich für die Behinderteneinrichtung in Triest. "Am 1. September kann ich anfangen", freut sich die 18-Jährige. "Das ist ganz toll, was die da machen", beschreibt sie die Betreuung und Beschäftigungstherapie in dem italienischen Heim. Ulla erhält hier Kost und Logis, ein kleines Taschengeld. Das Projekt wird zum Teil vom Staat finanziert, es werden aber auch Sponsoren gesucht. Das Geld fließt in einen Topf , aus dem der freiwillige Sozialdienst finanziert wird. Ulla ist schon selbst aktiv geworden. Die Eltern stehen voll hinter dem Projekt. Mutter Marion verkaufte mit der Tochter bemalte Steine vor der evangelischen Kirche in Pfreimd und beim "Nabburger Feierabend".

Als freier Bildungsträger vermitteln die "Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. " Freiwilligendienste weltweit. Mit über 1200 Jugendlichen im Jahr sind die "Freunde der Erziehungskunst" eine der größten privatrechtlichen Trägerorganisationen für Freiwilligendienste. In Zusammenarbeit mit ausländischen Einrichtungen werden soziale Dienste im Ausland angeboten.

Ziel ist es, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und soziale Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Der Verein ist vom Bundesjugendministerium anerkannt. Seit 1993 haben mehr als 7000 Jugendliche an einem Freiwilligendienst in über 60 Ländern der Erde teilgenommen. Doch die Sozialeinrichtungen können in der Regel nur für Unterkunft und Verpflegung aufkommen. Taschengeld, Versicherungs-, Reise-, Betreuungs- und Vorbereitungskosten müssen mitfinanziert werden. Die staatliche Förderung reicht hierfür nicht aus. Wer Ulla unterstützen möchte, kann sich mit ihr unter Ulla.Demleitner@gmx.de in Verbindung setzen.
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