Gegenwind bläst den Wanderfreunden Pfreimd ins Gesicht

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Pfreimd
17.03.2016
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Seit 43 Jahren bestehen die Wanderfreunde Pfreimd als Verein und zählen derzeit noch 54 Mitglieder. In der Generalversammlung am Samstag zogen nun "schwarze Wolken" über dem 1973 ins Leben gerufenen Verein, der spürbar unter Mitgliedernachwuchs leidet, auf.

Der Altersdurchschnitt der Mitglieder geht tendenziell nach oben mit der Folge, dass die turnusgemäß anstehenden Neuwahlen der Vorstandschaft scheiterten. Von der derzeit amtierenden Vorstandschaft war niemand mehr bereit, für eine weitere zweijährige Wahlperiode Verantwortung in der Vereinsführung zu übernehmen. Altbürgermeister Albert Maier als Wahlleiter hatte deshalb die undankbare Aufgabe, den 18 anwesenden Mitgliedern das weitere Prozedere zu erläutern.

Da die angesetzten Neuwahlen mangels Kandidaten nicht durchgeführt werden konnten, bleibt die bisherige Vorstandschaft kommissarisch im Amt und muss innerhalb von längstens drei Monaten eine weitere Mitgliederversammlung einberufen mit dem Ziel, in einem erneuten Anlauf eine Vorstandschaft zu wählen. Scheitert dieses Vorhaben wiederum, hat die Versammlung über die Vereinsauflösung abzustimmen, so die Vorgaben des Amtsgerichts.

Bei elf Wandertagen


Den Erläuterungen des Wahlleiters waren die üblichen Tätigkeitsberichte vorausgegangen. Vorsitzender Xaver Breitschaft und Schriftführerin Anna Most erinnerten an die Versammlungen und Zusammenkünfte im vergangenen Jahr. Ausbuttern, ein Grilltag, die Weihnachtsfeier und eine Laternenwanderung waren die Schwerpunkte der geselligen Aktivitäten.

Breitschaft erinnerte auch an die Restaurierung der Kalvarienbergkapelle vor zehn Jahren und die Besuche in der Partnerstadt Grünsfeld. Hans Most gab Einblick in die Vereinsfinanzen und Anna Zeitler bestätigte eine ordnungsgemäße Kassenführung. In seiner Eigenschaft als Wanderwart berichtete Xaver Breitschaft von der Teilnahme an elf Wandertagen.

Am Ende ein Appell


Als Vertreter der Stadt war Dritter Bürgermeister Hubert Betz zu den Wanderfreunden gekommen. Er erinnerte sich, als Ministrant des Klosters vor 40 Jahren bereits am Wandertag in Pfreimd teilgenommen zu haben. Der Zeitgeist fördere derzeit nicht das Wandern in der heimischen Landschaft, sondern setzte in Sachen Freizeitgestaltung andere Schwerpunkte, bedauerte Betz.

Mit dem Appell an alle Vereinsmitglieder, sich für ein Amt in der Vorstandschaft zur Verfügung zu stellen, wurde die Versammlung beschlossen.
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