Jugendgottesdienst zum Jubiläum
Die Türen des Herzens öffnen

Vermischtes
Pfreimd
03.07.2016
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Im Zuge des Pfarrjubiläums "800 Jahre Pfarrei Pfreimd" feierte die Kirchengemeinde am Samstag einen Tag der Jugend, den "Youthday of mercy". Den Jugendgottesdienst zelebrierte Pater Maximilian Wagner, der vor 24 Jahren im Kloster in Pfreimd als Franziskanerfrater sein priesterliches Wirken begann und nun eine weite Anreise hatte.

Die Kirchenbesucher erwartete an diesem Samstagabend ein ganz anderer Sound in der sonst eher ruhigen Pfarrkirche. Nicht die getragenen Töne der Orgel, sondern Gitarre, Trommel und rhythmischer Gesang setzten Lichtzeichen in der Liturgie. Die musikalischen Akteure waren in diesem Festgottesdienst der Chor der Musikschule Pfreimd unter der Leitung von Manuela Rügamer, der die Kirchenbesucher begeisterte. Bis auf den letzten Platz war das Gotteshaus gefüllt, darunter waren viele Ehemalige, die sich in der Kirchenarbeit engagiert haben.

Diese Begeisterung übertrug sich auch auf den Zelebranten, Pater Maximilian Wagner, der in Konzelebration mit Stadtpfarrer Pater Georg und Pater Thomas diesen Jugendgottesdienst feierte, beim dem sich alles um das Thema Barmherzigkeit drehte. Pastoralreferent Christian Irlbacher rief während des Gottesdienstes zusammen mit einer Gruppe von Jugendlichen die sieben Werke der Barmherzigkeit in Erinnerung. Bischof Joachim Wanke, emeritierter Bischof von Erfurt, hat diese Werke neu interpretiert und mit zeitgemäßen Texten hinterlegt. Die sieben Werke der Barmherzigkeit sind: Du gehörst dazu; Ich höre Dir zu; Ich rede gut über Dich; Ich gehe ein Stück mit Dir; Ich teile mit Dir; Ich besuche Dich; Ich bete für Dich.

Spuren hinterlassen


Pater Maximilian spannte in seiner Predigt den Bogen vom Jahr der Barmherzigkeit zur Heiligen Pforte, die in diesem Jahr von herausgehobener Bedeutung ist. "Barmherzigkeit heißt, eine Türe öffnen, bevor angeklopft wird", forderte der Prediger Verständnis für die Anliegen des Anderen. "Barmherzigkeit ist das Salz des Miteinanders. Wir müssen die Türe unseres Herzens weit öffnen", sah Pater Maximilian den Weg zu einer besseren Welt. Besonders freute es Pater Maximilian, dass er nach 22 Jahren wieder in Pfreimd mit jungen Leuten Gottesdienst feiern durfte. In den 13 Monaten, in denen er seine ersten Schritte als Seelsorger in der Klosterkirche machen durfte, hat er deutliche Spuren hinterlassen. Nach Pfreimd waren Erfurt und jetzt Berlin Stationen seines priesterlichen Wirkens.

An die Spuren von Pater Maximilian in Pfreimd erinnerte Pastoralreferent Christian Irlbacher in seinen Dankesworten am Ende des Gottesdienstes. Ihm war die Gründung der "UM" zu verdanken, die eine Wende im Zusammenleben der Kirchengemeinde bedeute. UM steht für "United Ministranten", die die Rivalität zwischen den Ministranten der Klosterkirche und der "Stoderer" beendete. Diese "UM" hat auch heute noch Bestand. In Erinnerung an diese Zeit und als Andenken an Pfreimd übergab Christian Irbacher ein Fotoalbum an Pater Maximilian. Mit dem Gospel "O Happy Day" endete dieser außergewöhnliche Gottesdienst.

Fest der Begegnung


Im Anschluss waren alle Ehemaligen und Aktiven, die sich in der kirchlichen Jugendarbeit in Pfreimd engagieren oder engagiert haben, in den Jugendheimgarten zu einem Fest der Begegnung eingeladen. In zwangloser Runde gab es viel zu erzählen, und mancher Streich wurde aufgedeckt. Auch die Fußballfreunde kamen nicht zu kurz. Sie durften auf einer Leinwand den Sieg der deutschen Nationalmannschaft bejubeln.
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