Kranz und Leckerli für die Goiߒn

BN-Ortsvorsitzender Arnold Kimmerl, stellvertretende BN-Landesvorsitzende Doris Tropper und BN-Regionalreferent Reinhard Scheuerlein (von rechts) nahmen die Ziegen beim Goiß'n-Abtrieb in Stein an die Leine.
Vermischtes
Pfreimd
12.10.2016
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Da gibt es nichts zu meckern: Das Ziegenbeweidungsprojekt der BN-Ortsgruppe Pfreimd ist einmalig in der Oberpfalz. Das Ergebnis ist ein bayernweit ebenso einmaliger Silikattrockenmagerrasen, der in Stein Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten geworden ist.

-Stein. 20 Jahre betreiben die Naturschützer bereits die Weidehaltung mit Ziegen im Pfreimdtal. Grund genug, dieses Jubiläum beim alljährlichen Goiß'n Fest zum Ende der Saison zu feiern. Ortsvorsitzender Arnold Kimmerl begrüßte am Sonntag dazu trotz wechselhaften Wetters mehrere hundert Gäste.

Darunter befanden sich auch befreundete Naturschützer aus der Partnerstadt Grünsfeld, der Regionalreferent des Bund Naturschutz für die Oberpfalz, Reinhard Scheuerlein, und Doris Tropper, stellvertretende Landesvorsitzende des Bund Naturschutz in Bayern. Sie gratulierte dem Ortsverein nach bestandenem Goiß'n-Diplom: Doris Tropper und Reinhard Scheuerlein hatten die Ehre, mit den eigens für den Abtrieb mit Kränzen geschmückten Ziegen durch Stein zu ziehen. Angeführt wurde dieser Zug traditionell von Rudi Lottner an der Steirischen.

Die Pfreimder gehören zu den ersten Ortsgruppen, die ein derartiges Beweidungsprojekt angegangen sind. Unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden, Herzblut und Ausdauer zeichneten die Naturschützer aus, die sich so lange für eine solche Arbeit engagieren, erläuterte Doris Tropper. "Der Bund Naturschutz prägt die Naturschutzarbeit und Persönlichkeiten prägen den Bund Naturschutz", sagte Tropper mit Blick auf Hannelore Lanzl und Arnold Kimmerl, die über 20 Jahre lang am Beweidungsprojekt mitwirken. Daneben dankte sie Gertraud Schichtl für die Geschäftsstelle der Kreisgruppe und Kreisvorsitzendem Klaus Pöhler für die Unterstützung.

Projekt prägt


Das Projekt präge so sehr seine Mitwirkenden, dass beispielsweise der ehemalige Zivildienstleistende der BN-Kreisgruppe, Florian Hirsch, eine Ausbildung zum Schäfer absolvierte, wie Tropper berichtete. Arnold Kimmerl würdigte die Arbeit von Ludwig Rauch und seiner Frau Petra, die sich das ganze Jahr um die Herde kümmern.

Die Besucher des Goiß'n-Festes konnten sich an dem Nachmittag erst einmal mit den Ziegen anfreunden - mit etwas Eichenlaub oder Kiefernnadeln als Leckerli. Zur Stärkung der Zweibeiner gab es Ziegenkäse und -salami, Kaffee und Kuchen. Gottfried Blank engagiert sich auch seit der ersten Stunde in Stein und gab in einer Biotopführung tiefe Einblicke in die Geschichte der Beweidung der Hänge und des Naturschutzprojekts. Demnach bieten die Hänge Tieren und Pflanzen mit extremen Ansprüchen nach Hitze, Trockenheit, offenen Bodenstellen und kurzem Bewuchs ideale Bedingungen. Die Artenvielfalt auf den Hängen sei atemberaubend, sagte Blank, viele der hier vorkommenden Tiere und Pflanzen seien auf der Roten Liste aufgeführt.

Die Artenvielfalt auf den Hängen ist atemberaubend.Gottfried Blank
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