„Potzblitz“: Eine pfiffige Minioper

Johanna Gerber spornte den Mittelchor der Sing- und Musikschule zu tollen Leistungen an. Bild: bre
Vermischtes
Pfreimd
22.06.2016
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Es ist immer eine schöne Sache, wenn Kinder Theater machen, besonders, wenn sie eine Art Minioper aufführen. Die Zuschauer neigen zur Nachsicht, sind aber dann umso überraschter, was Sechs- bis Zehnjährige professionell auf die Bühne bringen.

In der alten Schulturnhalle gab der Mittelchor der Sing- und Musikschule Pfreimd das Singspiel "Potzblitz und Donnerschlag" zum Besten, szenisch ergänzt von Älteren, getragen vom Orchester aus Klarinetten, Keyboard, Strings und Schlagzeug. Auch Technik, Mikrofonanlage, Sound, Licht und Bühneneffekte, wurden von Musikschülern bedient.

Völlig unbefangen


Diesen hochprofessionellen Ansatz inklusive hübschem Bühnenbild und die lebendige Choreographie hat man Johanna Gerber, unterstützt von Bettina Hohl, zu verdanken. Die Kinder meisterten ihren Auftritt natürlich, leicht, lebhaft und völlig unbefangen, obwohl man sich vor 200 Zuhörern präsentieren musste.

Die Story spielt hinter dem heimischen Eixlberg, wo Junghexen die Ehre, ein großes Fest auszurichten, den Althexen abluchsen. Die Jungen ziehen die Älteste auf ihre Seite. Es ist alles gut arrangiert, bis ein Gewitter aufzieht. Eine amüsante Parabel, wie Junghexen mit Düsenstaubsaugern statt auf Besen reiten und die Alten sich natürlich über die neumodische Musik der Jungen beschweren. Man kann sich vorstellen, was los ist, als der Blitz in den Fuhrpark, in die Besen und die Düsenstaubsauger einschlägt! Bei der gemeinsamen Löschaktion versöhnen sich Jung und Alt und stimmen gemeinsam das Schlusslied an.

Musikalisch ist die Komödie mit drei Leitthemen besetzt, die frech, rockig beziehungsweise swingend Jung- und Althexen charakterisieren. Im Schlusschor wird es mehrstimmig, und das Hexeneinmaleins ist in eine wunderbar mythische Cantilene gefasst.

Kreativer Musiklehrer


Die Zuschauer spendeten begeistert Beifall. Wolfgang Mages, der Leiter der Sing- und Musikschule, bedankte sich bei allen Mitwirkenden, besonders bei Marc Hohl und Susanne Gerber, die hier als Musiklehrer wirken und zusammen mit weiteren Lehrern 300 Musikschüler ausbilden und dazu noch die verschiedenen Chöre betreuen. Für Text und Musik zeichnete Marc Hohl verantwortlich. Aus seiner Feder stammen eine Reihe weiterer Singspiele mit Humor und Tiefgang, die für diese Altersklasse geschaffen sind. Sie können von Chören jederzeit bezogen werden.
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