Protest der Milchbauern:
Mahnfeuer gegen Preisverfall

Die BDM-Vertreter Martin Prey, Matthias Irlbacher und Johannes Hösl forderten gemeinsam mit dem stellvertretenden Landrat Arnold Kimmerl und BBV-Kreisobmann Hans Wilhelm (von links) eine Reduzierung der Milchmenge, gekoppelt mit Liquiditätshilfen für die Milchviehhalter. Bild: Hirsch
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Pfreimd
15.07.2016
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Im Vorfeld der Agrarministerkonferenz in Brüssel haben die deutschen Milchviehhalter auf ihre anspannte Wirtschaftslage aufmerksam gemacht. Auf Kreisebene entzündete der Bund Deutscher Milchviehhalter ein Mahnfeuer auf dem Gelände der Firma Schottenheim Landtechnik.

Mit ihrer Aktion bekräftigten die Landwirte ihren Appell an die Länderagrarminister, auf europäischer Ebene wirksame Lösungen zur Krisenbewältigung durchzusetzen. Den BDM-Mitgliedern schwebt vor, Liquiditätshilfen an zeitlich befristete Mengenkürzungen zu koppeln. Da sich freiwillige Maßnahmen nicht umsetzen ließen, sei eine "verbindliche Vorgabe zur europaweiten Mengenrückführung" erforderlich, betonte Sprecher Johannes Hösl (Oberviechtach). Sein Stellvertreter Matthias Irlbacher (Guteneck) hält den Bayerischen Bauernverband für den "größten Bremsklotz" bei der Umsetzung der Mengenreduzierung. Der BBV wolle stattdessen weltweit neue Absatzmärkte erschließen. Für die BDM-Vertreter ist diese Strategie nicht zielführend. Sie unterhalten Unterstützung vom Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Hans Wilhelm, und vom stellvertretenden Landrat Arnold Kimmerl, die beide an der Mahnfeuer-Aktion teilnahmen. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter hat auf Kreisebene 300 Mitglieder. Sie befürchten das "Aus" vieler bäuerlicher Familienbetriebe, wenn der Preisverfall vor allem bei der Milch weiter anhalte.
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