Schulleiter spricht vor dem Stadtrat
Südblick mit Sorgenfalten

Schulleiter Siegfried Seeliger zeichnete vor dem Stadtrat ein detailscharfes Bild von der Landgraf-Ulrich-Schule. Bild: Dobler
Vermischtes
Pfreimd
02.06.2016
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Bilanz ziehen und Werbung machen für die Angebote der Landgraf-Ulrich-Schule - dem hatte sich Schulleiter Siegfried Seeliger bei seinem Vortrag vor dem Stadtrat verschrieben. Dabei bat er auch um Unterstützung bei der Imagepflege für die Mittelschule: "Sie ist eine echte Alternative."

Seeligers erstes Schuljahr als Chef der Bildungseinrichtungen in Pfreimd und Trausnitz neigt sich langsam dem Ende zu und es war ihm ein Anliegen, dem Stadtrat als Sachaufwandsträger der Schulen zu zeigen, was in den zurückliegenden neun Monaten geschehen ist - vor allem außerunterrichtlich.

Licht und Schatten


Wie sich erwies, läuft in diesem Bereich recht viel: Zwei Übergangsklassen mit 35 Kindern werden betreut, für die Grundschüler gab es einen Selbstbehauptungskurs, für die älteren ein Berufswahlseminar, ein Wasserspender wurde aufgestellt, es gibt Kooperationen mit der OTH Regensburg und der Firma EMZ Hanauer, eine Kunst-, Kultur- und Sportwoche steht bevor und vieles mehr. Seeliger hatte die Angebote nach Monaten geordnet und jede Monatsliste war gut gefüllt.

Er sprach auch ein paar Punkte an, die ihm teilweise unangenehm aufgefallen sind - etwa die alte Schulturnhalle, deren Zukunft ungewiss ist. "Könnte man sie nicht kulturell nutzen?", warf der Schulleiter in die Runde. Als "suboptimal" bezeichnete er die Duschen der Landgraf-Ulrich-Halle, die nur für Kaltduscher geeignet sind. "Schon recht alt" sei überdies die Signalanlage und auch die Beschattung der Klassenzimmer müsste optimiert werden.

Was die kleine Schule in Trausnitz anbelangt, die mit ihren 21 Schülern offiziell zu Pfreimd gehört, aber zäh ums Überleben kämpft, so wünschte sich Seeliger ein "Offensivkonzept, das drei bis vier Jahre abdeckt". Auch bei der Mittelschule macht sich der Leiter sorgenvolle Gedanken, besonders wenn er auf die Aktivitäten des Schwarzenfelder Schulleiters schaut. Der bewirbt sein gebundenes Ganztagsangebot so intensiv, dass den Mittelschulen nördlich davon ganz bange werden könnte. "Wir werden 90 bis 95 Schüler in den Mittelschulen für die fünften Klassen haben und das wird schwierig, wenn man an jedem Standort eine fünfte Klasse möchte und dazu noch eine gebundenes Ganztagsangebot macht."

Ob man nicht statt des Horts im Kindergarten lieber in eine offene Ganztagsschule an der Schule investieren sollte, fragte Stadtrat Klaus Summer nach. Davon wollten aber weder Schulleiter Seeliger noch Bürgermeister Richard Tischler etwas wissen. "Der Hort gedeiht und hat im nächsten Jahr 64 Kinder", sagte Tischler. Seeliger assistierte: "Momentan bin ich heilfroh, wie es läuft."
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