Spendenaktion für das neue Gemeindehaus
Liederwünsche als Bausteine

Vor dem Spendenbarometer in der Pfreimder Pauluskirche, das schon zehn Prozent der Spendensumme zeigt, werben die Mitglieder des Fundraising-Ausschusses für das ungewöhnliche Orgelwunschkonzert. Im Bild von links Vertrauensmann Günther Holter, Tanja Kraus, Nadine Kilgert-Bartonek, Pfarrerin Irene Friedrich, Fundraisingbeauftragter Raphael Henkel und Richard Hirsch. Bild: hfz
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Pfreimd
11.04.2016
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Eine pfiffige Idee hat die evangelische Kirchengemeinde Nabburg-Pfreimd. Sie organisiert ein Wunschkonzert und macht damit den ersten Schritt zu einer Spendenaktion für das neue Gemeindehaus. Die Initiatoren haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt.

Pfreimd/Nabburg. Das Konzert bildet den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen Spenden in Höhe von 50 000 Euro für Inneneinrichtung und Gestaltung des neuen Gemeindehauses in Nabburg erwirtschaftet werden sollen. Am Freitag, 29. April, um 19 Uhr ist es soweit: In der Pfreimder Pauluskirche wird zum Orgelwunschkonzert mit Kirchenmusikerin Kerstin Schatz vom Dekanat Sulzbach-Rosenberg eingeladen.

Pfarrerin Irene Friedrich und Vertrauensmann Günther Holter erläutern, was alles geplant wurde, um die große Summe zu erarbeiten. Als Ziel nannte Pfarrerin Friedrich, dass 2017 die Einweihung des Gemeindehauses stattfinden solle. Sie freute sich besonders darüber, dass die evangelische Gemeinde mit ihrem neuen Haus wieder ins Zentrum rücke. Bedingt durch die Lage in der Altstadt, orientiere man sich an historische Gegebenheiten, verknüpft mit der Frage "wie verbindet man Altes mit Neuem". So befinde sich ein Friedhof unter dem Grundstück, es gebe die Schwierigkeit eine neue Mauer an eine alte, unebene anzubauen, und bei den Elementen in Sichtbetonweise wisse man nicht, ob sie durch die Altstadttore passen. "Das wird spannend" meinte Vertrauensmann Günther Holter. Der Neubau sei wegen der maroden Bausubstanz des Stephanusheimes dringend notwendig geworden und seit 2008 im Zuge der Städtebauförderung geplant.

2010 betrug der Kostenvoranschlag des Weidener Architekten Karlheinz Beer 650 000 Euro. Durch die Besonderheiten der historischen Altstadt sei man inzwischen bei 1,2 Millionen Euro Kosten angekommen. Der Eigenanteil der Gemeinde soll auch durch den Verkauf des 7000 Quadratmeter großen Grundstückes an der Regensburger Straße mitfinanziert werden, den Rest übernehme die evangelische Landeskirche.

Tatkräftige Mitarbeit


Da die Gemeindemitglieder sehr engagiert seien, sieht Pfarrerin Friedrich den zukünftigen Ereignissen hoffnungsvoll entgegen. Bereits im letzten Sommer habe sich ein Fundraising-Ausschuss gegründet, in dem neben Friedrich und Holter der ehemalige Stadt-, Kreis- und Bezirksrat Richard Hirsch tatkräftig mitarbeitet. Vom Dekanat Sulzbach-Rosenberg wird das Projekt durch Fundraisingbeauftragten Raphael Henkel mit Rat und Tat begleitet und unterstützt.Als erste größere Veranstaltung ist nun das Orgelwunschkonzert geplant. Im Eintrittspreis von acht Euro für Erwachsene sind je zwei Stimmkarten enthalten, mit denen man aus einer Auswahl von 30 Liedern seine Lieblingsstücke auswählen kann. Da auch die Möglichkeit bestehe, mehr Stimmkarten zu erwerben, habe man gute Chancen, sich sein Musikstück von der Kantorin des Dekanats, Kerstin Schatz spielen zu lassen. Von ABBA, Bach, Händel über Smetana, Peter Maffay und Mendelssohn ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Liste der Lieder steht auf der Homepage der Kirchengemeinden.

Ein Sommerfest mit Bücherflohmarkt ist als nächstes geplant. Bücherspenden können im Stephanusheim Dienstags und Mittwochs von 9 bis 11 Uhr abgegeben werden. Hier kann man Karten für das Orgelkonzert vorbestellen. Die Bücher werden auf Wunsch (Telefon 09433/201430) abgeholt.

Im Fisch verewigtWer unter dem Motto "Komm bau mit" etwas für das neue Gemeindehaus in Nabburg spenden möchte, kann die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde durch eine Spende auf das Konto bei der Sparkasse Nabburg IBAN DE 75051040057000786 BIC BYLADEM1SAD unterstützen. Pfarrerin Irene Friedrich ist für jeden noch so kleinen Betrag dankbar. Ab einer Privatspende über 500 Euro stellt Keramikmeisterin Elke Prei einen Fisch mit dem Namen des Spenders her. Der Fisch findet im neuen Gemeindehaus einen Platz. Alle anderen Spender werden in einem Spendenbuch festgehalten.
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