Stadt und Pfarrei Pfreimd empfangen Bischof Dr. Rudolf Voderholzer
Dank, der von Herzen kommt

Mit gelb-weißen Fähnchen hießen die Kindergartenkinder Bischof Dr. Rudolf Voderholzer vor dem Hauptportal der Pfarrkirche willkommen. Bilder: hm (3)
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Pfreimd
17.08.2016
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In der Nachmittagsandacht segnete der Bischof die Kinder.

Einen herzlichen Empfang bereiteten Stadt und Pfarrgemeinde am Mariä Himmelfahrtstag Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer, der gerne der Einladung aus Pfreimd gefolgt war, das 800-jährige Jubiläum der Pfarrei mitzufeiern. Er tat dies mit einem Appell: "Geht nicht auf in den Sorgen dieser Welt"!

Nach dem Einzug der Stadtkapelle mit den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine sowie rund 70 Ministranten begrüßten die Kindergartenkinder den Oberhirten vor dem Hauptportal der Pfarrkirche. Pfarrgemeinderatssprecher Klaus Summer hieß im Namen der Pfarrgemeinde den Bischof ebenso freudig willkommen.

Lebendige Gemeinschaft


Im Schlosshof wurde das festliche Pontifikalamt zelebriert. Mit dem Bischof standen Stadtpfarrer Pater Georg, Kaplan Pater Thomas, P. Rupert Schillinger, Pater Dagobert Scharf, Pfarrer Josef Most, Pfarrer Hans-Peter Adam, Pfarrer Michael Hirmer, Ruhestandspfarrer Gottfried Rottner und Pfarrer Oliver Störr aus der Partnerstadt Grünsfeld am Altar. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor sowie einer Bläsergruppe der Stadtkapelle unter der Gesamtleitung von Tobias Weber gestaltet.

In seiner Predigt ging der Diözesanbischof auf das Jubiläum der Pfarrei Pfreimd ein. Rudolf Voderholzer war es ein großes Anliegen, allen zu danken, die dafür Sorge tragen, dass die Pfarrei eine lebendige Gemeinschaft bleibe. Er nannte neben Pater Georg, Pater Thomas und Pastoralreferent Christian Irlbacher auch Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat, die Vereine und Verbände, die für die Kirchenmusik Verantwortlichen, die Ministranten und die Pfarrjugend. "Geht nicht auf in den Sorgen dieser Welt", mahnte der Prediger und machte deutlich, dass jeder Getaufte und Gefirmte beauftragt ist, den Glauben zu bezeugen. Am Ende des Gottesdienstes nahm der Diözesanbischof noch die Segnung der Kräuterbüschel vor. Dankesworte richteten Stadtpfarrer Pater Georg und Bürgermeister Richard Tischler an den Bischof. Gerne folgte der Oberhirte dem Wunsch Tischlers, sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen. Die Glückwünsche aus der Partnerstadt Grünsfeld überbrachten Pfarrer Oliver Störr und Bürgermeister Joachim Markert. Auch die evangelische Pfarrerin Irene Friedrich gratulierte der Pfarrei zum 800-jährigen Bestehen und brachte als symbolträchtiges Geschenk einen Weinstock mit. Am Nachmittag schloss sich noch eine Andacht mit Kindersegnung an. Anschließend steuerte der Bischof den Eixlberg an.

Gut versorgt


Während der Mittagszeit sorgten die kirchlichen Vereine sowie der Kirwaverein für das leibliche Wohl der Besucher des Pfarrfestes. Das musikalische Nachmittagsprogramm gestaltete die Gruppe "Krainberries", während von den Ministranten auf dem Spielplatzareal für die Kinder eine Spiele-Straße aufgebaut war. Kinderschminken, Kasperltheater und Fahrten mit der Drehleiter der Pfreimder Feuerwehr kamen gut an.

Anziehungspunkte waren auch die Ausstellung im Bürgerhaus zur 800-Jahr-Feier der Pfarrei sowie die von Tobias Weber gestaltete Orgelführung mit kleinem Orgelkonzert in der Pfarrkirche.

Der Bischof und der Nikolaus

(sus) Bischof Rudolf Voderholzer ist zum Pfarrjubiläum in der Stadt. Nachmittags ist Andacht und Kindersegnung in der Kirche "Mariä Himmelfahrt". Mit Bischofsstab und Mitra steht er am Altar der feierlich geschmückten Barockkirche, in der kein Sitzplatz mehr zu bekommen ist.

Die Stimmung ist wegen der vielen kleinen Gläubigen nicht ganz so andächtig wie üblich, dennoch gibt es einen kurzen Moment der Stille. Exakt jetzt muss ein kleiner Bub unbedingt eine Frage an seine Mama los werden. In der ganzen Kirche ist laut und deutlich das Wort "Nikolaus" zu hören. Dann wieder Stille. "Das ist immer das schönste Kompliment, das ich bekommen kann, weil es davon zeugt, dass Eltern und Erzieher ihren Auftrag erfüllt haben," sagt Bischof Rudolf souverän. Den Unterschied zwischen dem Hl. Nikolaus und dem Weihnachtsmann zu kennen, sei heutzutage nämlich nicht mehr selbstverständlich. Die Gemeinde lacht und applaudiert.
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