Techniken, um mit der oft belastenden Realität umzugehen - Vortrag beim Frauenbund
Welt wie ein Kind neu entdecken

Vermischtes
Pfreimd
14.04.2016
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Wer kennt das nicht: Der Kopf ist voll mit Aufgaben, man weiß nicht, worum man sich zuerst kümmern soll. Viele Menschen kommen damit nicht zurecht und landen im Burn-Out. Wie man erfolgreich dagegen angehen kann, verriet Psychotherapeutin Dr. Cathrin Zügner auf Einladung des Frauenbundes vor rund 45 Zuhörern im Pfarrheim.

Aktiv und entschlossen


Die Referentin, die am Bezirksklinikum in Regensburg beschäftigt ist, sprach zum Thema "Achtsamkeit - die Heilkraft einer achtsamen Lebenshaltung". Zu den Grundhaltungen der Achtsamkeit gehört ihren Angaben zufolge, diese mit Hilfe von kleinen alltäglichen Übungen aktiv und mit Entschlossenheit einzunehmen. Ohne dabei ein Ziel zu verfolgen, müsse man den Dingen und sich selbst Zeit lassen und die Welt wie ein kleines Kind neu entdecken. "Bleiben Sie stehen, schließen Sie die Augen und hören Sie, was es gerade zu hören, zu riechen oder zu spüren gibt", so Zügner. Die Gegenwart werde so akzeptiert, wie sie sich im Moment darstellt: "Wenn wir etwas verändern wollen und können, dann sollten wir das auch tun. Wenn wir jedoch etwas nicht ändern können oder wollen, dann ist Akzeptanz angesagt." Diese Technik, mit der Realität umzugehen sei ein ganz alter und gleichzeitig moderner Heilungsweg.

Wirksamkeit belegt


Zahlreiche Studien würden die Wirksamkeit belegen. Nachgewiesen seien eine Reduzierung von Stress, von Angst und Panikattacken, Depression und Burn-Out, Schlafstörungen und Migräne. Auch Menschen mit chronischen Schmerzen, Krebs oder Multipler Sklerose könnten laut Zügner davon profitieren.

Die Referentin gab ihren Zuhörern einige Übungen mit auf den Weg: Diese sollten im Sitzen, mit gerader Haltung und ganz bewusst gemacht werden. Eine Übung befasst sich mit dem Atem:

"Schauen Sie beim Einatmen nach, ob ein Gedanke da ist. Wenn ja: Lassen Sie ihn beim Ausatmen bewusst und freundlich wieder los, indem Sie auf Ihr Ausatmen achten. Manche Gedanken kehren wieder. Dann wiederholen Sie das freundliche Loslassen beim Ausatmen. Achtsames Atmen beginnt bereits am Morgen beim Aufwachen. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Atem, bevor Sie aufstehen. Beobachten Sie diesen fünf Atemzüge lange, ohne ihn zu verändern."
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