Treffpunkt für alle

In unmittelbarer Altstadtnähe entsteht im Bereich "Stadtweiherwiesen" ein Mehrgenerationenplatz. Bild: Völkl
Vermischtes
Pfreimd
05.11.2016
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Ein EU-Topf macht es möglich: Die Stadt Pfreimd bewirbt sich um eine Förderung für einen Mehrgenerationenplatz. Favorisiert wird dabei der altstadtnahe Bereich "Stadtweiherwiesen".

Es gibt Geld von der EU, wenn im Zuge der Regionalentwicklung im Landkreis das Leader-Projekt "Mehrgenerationenplatz" aufgegriffen wird. Der maximale Förderbetrag für den Landkreis beträgt 180 000 Euro, bei elf Kommunen wären das pro Gemeinde 15 000 Euro. Neben Pfreimd nehmen Altendorf, Bruck, Dieterskirchen, Neunburg vorm Wald, Neukirchen-Balbini, Niedermurach, Schönsee, Teublitz, Thanstein und Winklarn teil.

Zügig umsetzen


Die Zweckbindung beträgt zwölf Jahre. Nach der Bewilligung hat der Antragsteller zwei Jahre Zeit, das Projekt umzusetzen. Eignen würden sich robuste Geräte aus einem speziellen Recycling-Kunststoff, um die Unterhaltskosten niedrig zu halten. Die Kosten würden sich auf 55 000 Euro fertig montiert belaufen. Für Fundamentarbeiten, Sicherheitsbereich und Wegegestaltung werden 25 000 Euro veranschlagt. Das Physiotherapie-Zentrum Hagn und die BRK-Seniorensportgruppe wurden einbezogen. Sie würden es sehr begrüßen, wenn in Pfreimd ein Bewegungs- und Begegnungsort für Menschen jeden Alters geschaffen würde und boten an, beratend zur Seite zu stehen.

Stadtrat Hans Müller schlug vor, bei der Ausstattung Synergieeffekte mit anderen Kommunen zu nutzen. Er konnte sich auch den Spielplatz in der Bahnhofstraße als Mehrgenerationenplatz vorstellen. "Neu heißt, warten und pflegen", betonte Katrin Zuber. Da sollte man doch lieber einen bestehenden Platz umwandeln und versuchen, bei der Pflege Vereine oder Organisationen zu gewinnen. "Schwierig", meinte Verwaltungsleiter Bernhard Baumer. Wer baut, dem müsse das Grundstück gehören.

Innenstadt stärken


Günther Strehl plädierte dafür, das Projekt an einem der beiden genannten Standorte zu verwirklichen und die Mittel dafür zügig in den Etat einzustellen. Bürgermeister Richard Tischler und Bernhard Baumer tendierten gerade mit Blick auf das städtebauliche Entwicklungskonzept ISEK zur Stärkung der Innenstadt zu den Stadtweiherwiesen. Sie konnten sich hier auch einen Hot Spot vorstellen. Norbert Auer ging mit diesem Platz konform. Und die Regie sollte in Händen der Stadt bleiben. Eduard Dippel sah in den Stadtweiherwiesen die Zentrumsnähe als Vorteil. Trotzdem sei es hier ruhig. Im Vorfeld wollte Dritter Bürgermeister Hubert Betz die Zufahrtsmöglichkeiten geregelt haben. Geparkt werden könne auch im Bereich Hirtenstraße, so Bürgermeister Tischler. Klaus Summer sah es positiv, dass das Ganze in zwei Jahren umgesetzt sein muss. Nicht so recht konnte sich Georg Hösl mit dem Förderprogramm anfreunden. Man solle erst ISEK fertig machen und sich nicht von der Förderung locken lassen, wandte er sich gegen einen Schnellschuss. "ISEK hält uns im Rennen bei den Städtebaufördermitteln", betonte Bernhard Baumer. Im Konzept müsse die grüne Lunge im Sanierungsgebiet aufgewertet werden. Das spreche für die Stadtweiherwiesen. Vielleicht gebe zusätzlich zur Leader- noch Städtebaufördermittel.

Kritik an später Vorlage


Wie verbindlich ist das Melden einer Maßnahme?, wollte Klaus Summer wissen. Die Zeit drängt, unterstrich Bernhard Baumer. Es müsse ein Beschluss gefasst werden. Mirko Hägler, der die Idee "grundsätzlich super" fand, kritisierte, dass der Stadtrat jetzt schnell entscheiden müsse. "Wir hatten nicht mal eine Vorlage." Etwas vorbereiten hätte man sich schon müssen. "Den Schuh müssen wir uns anziehen", räumte Bürgermeister Tischler ein. Das Thema hätte früher auf die Tagesordnung gehört.

Tischler erinnerte aber daran, dass er vom Stadtrat beauftragt worden sei, für das Thema Interesse zu signalisieren. Außerdem sei es im Wahlkampf von allen Parteien aufgegriffen worden. Zweite Bürgermeisterin Johanna Mertins plädierte für eine Abstimmung über den Standort. Mit einer Gegenstimme von Georg Hösl beschloss der Stadtrat zunächst, eine Förderung zu beantragen und eine Planung einzureichen. Mehrheitlich war das Gremium für den Standort Stadtweiherwiesen. Dagegen sprachen sich Katrin Zuber, Georg Hösl und Norbert Wagner aus.
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