Ungewöhnlicher Wettkampf auf dem Standortübungsplatz
Panzer gegen Moto-Bike

Die Entscheidung sollte im Slalom fallen. Für den Motocross-Fahrer war der Kurs natürlich etwas enger gesteckt als für den Panzer. Bilder: hbe (2)
Vermischtes
Pfreimd
01.04.2016
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Ergebnis nach einem langen Wettkampftag: Unentschieden. Beide Seiten waren damit zufrieden. Im Bild von links: Stabsunteroffizier Sebastian Rauch (Fahrer), Hauptfeldwebel Max Hofmann, Obergefreiter Philipp Lahmer, Hauptmann Felix Greiner-Adam und Niels-Peter Jensen.

"Bitte Ruhe am Set, wir drehen!" Ungewohnte Kommandos waren auf dem Standortübungsplatz in Pfreimd zu hören. Wo normalerweise die Gefechtsausbildung der Panzersoldaten läuft, gab es dieses Mal einen Wettkampf der besonderen Art: Kampfpanzer Leopard 2 A 6 gegen Motocross-Maschine.

47 600 ccm gegen 350 ccm oder 1500 PS gegen 45 PS. Ein scheinbar völlig ungleiches Duell mit vermeintlich klarem Sieger. Doch es sollte spannend werden. Zur Vorgeschichte: Auf ProSieben MAXX startete am 24. März ein neues Action-Magazin mit dem Titel "Extreme!". In jeder Folge wagt Niels-Peter Jensen (42), Extrem-Mountainbike-Sportler und Fernseh-Moderator, spektakuläre Herausforderungen. Nach einem Geschwindigkeits-Rekordversuch auf einem Mountainbike mit Raketenantrieb oder einer Fahrt mit dem Snowmobil über das Wasser geht es in der dritten Folge um die Beantwortung der Frage: Wer ist schneller - Panzer oder Motorrad? Auf einem Parcours mit drei Stationen sollte die Entscheidung fallen.

Als erstes stand ein Steigungsrennen auf dem Programm. In möglichst kurzer Zeit musste eine Steilauffahrt bewältigt werden, auf der Äste und Baumstämme verstreut lagen. Der Motorradfahrer war zu Ausweichmanövern oder Sprüngen gezwungen, der Leopard merkte davon nichts, er nahm einfach die kürzeste Strecke. Es stand 1:0 für die Panzerbesatzung, Hauptmann Felix Greiner-Adam als Kommandant und seinen Fahrer, Stabsunteroffizier Sebastian Rauch. Die Mitfahrer, Hauptfeldwebel Max Hofmann und Obergefreiter Philipp Lahmer waren für das Anfeuern im Panzer zuständig.

Tückisches Wasserloch


Die zweite Station, das Bewältigen eines Geländerundkurses, hatte es dann in sich. Abwechselnde Bodenverhältnisse, Sand, Schotter oder aufgeweichte Erde und nicht zuletzt die Wasserdurchfahrten gestalteten sich als recht anspruchsvoll. An einer tiefen Wasserstelle mit extrem steiler Ausfahrt musste der Leo zweimal ansetzen. Er büßte dabei wertvolle Sekunden ein. Aber auch Niels-Peter Jensen kam nicht ungeschoren davon. Auf seiner Cross-Maschine durfte er fairerweise dieses besonders tiefe Wasserloch umfahren. Eine andere, vermeintlich harmlos aussehende Wasserstelle wurde für ihn jedoch fast zum Verhängnis. Plötzlich blieb das Vorderrad stecken, Jensen schlug einen Salto über das Vorderrad, Landung in der nächsten Pfütze. Völlig durchnässt fuhr er mit Vollgas weiter. Der Gewichtsunterschied der beiden Fahrzeuge - 60 Tonnen - machte sich auf dieser Etappe deutlich bemerkbar. Jensen gewann mit über einer Minute Vorsprung, es stand 1:1. Die Entscheidung musste auf der letzten Sektion fallen. Angelehnt an einen Parallelslalom wie im Skisport, sollte eine Hang-Strecke zweimal durchfahren werden. Der erste Lauf war eine klare Angelegenheit für das Motorrad, beim zweiten Durchgang siegte überraschend der Panzer.

Ein Unentschieden


Dann das Stechen: Nachdem beide Fahrzeuge im packenden Finish gleichzeitig die Ziellinie überfahren hatten, wartete man gespannt auf das Zielfoto. Ein eindeutiger Erster war nicht auszumachen. Für Panzerbesatzung und Motorradfahrer stand fest: sportliches Unentschieden.

SendeterminZwei Kamerateams, einem Fachmann für Drohnenaufnahmen, zahlreichen Kameras am und im Panzer, Bodycam am Motorradfahrer und 360-Grad-Kamera sorgten für ungewöhnliche Perspektiven. Sendetermin ist der Donnerstag, 7. April, um 21.15 Uhr auf ProSieben MAXX .
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