Duo „Windsaiten“ im Galeriesaal
Klangfarben gemalt

Das Duo "Windsaiten" mit Annette Peters (rechts) und Julia Scheuffele spielten im Galeriesaal. Bild: sei
Freizeit
Pirk
08.06.2016
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Als Duo "Windsaiten" stellen sich die zwei sympathischen Künstlerinnen im Pirker Galeriesaal vor. Annette Peters beweist ihr Können an der Flöte und Julia Scheuffele beherrscht meisterhaft ihre Gitarre.

Barock- und Unterhaltungsmusik versprach Dr. Hermann Schwab von den Kulturfreunden Pirk am Freitag den etwa 70 Zuhörern im Galeriesaal. Zum Einstieg gab es das "Concerto en Sol Mineur" für Flöte und Gitarre von Antonio Vivaldi. Bei "Les Folies d'Espagne" haben die beiden Künstlerinnen die Musik von Marin Maris und Mauro Giuliani selbst zu einem Thema mit Variationen arrangiert. Die Komponisten liegen vom Zeitalter her 100 Jahre auseinander. Die Flöte stellte die damals übliche "Gambe" dar.

Zur Zeit des Komponisten Francis Poulenc (1899-1963) kam die Flöte in die Salons. Bei dem Stück "Mouvement Perpetuel" malte die Peters mit ihrem Instrument Klangfarben wie damals die Impressionisten dieser Zeit mit dem Pinsel auf die Leinwand. In die Welt des Tangos ging es dann mit "Tango en Skai" von Roland Dyens, solo gespielt von Julia Scheuffele mit viel Gefühl. Es sei aber eigentlich eine Parodie auf den Tango, erklärte sie. Sie hat den Komponisten selbst kennengelernt und mit ihm gespielt. Ein Schmankerl vor der Pause war "Libertango" für Flöte und Gitarre von Astor Piazzola. "Piazolla ist Tango", bemerkten die Musikerinnen. Mit einem weiteren Flötensolo stellte Peters einen flatternden Vogel dar, bei ihrer Eigenkomposition "Abend vor dem neuen Tag". Dazu las ihre Kollegin die passende Geschichte vom Abend vor dem Ostermorgen. Einen Abstecher in die Unterhaltungsmusik machten die beiden Frauen mit "The Girl from Ipanema" von Antonio Carlos Jobim.

Ins Ohr ging auch "Besame Mucho". Für das Stück musste die Gitarristin ihr Instrument umstimmen. Klassisch wurde es nochmal bei "Siciliana" von Johann Sebastian Bach. Zum Abschluss erklang noch eine russische Zigeunerweise namens "Two Guitars", arrangiert von Alexander Kisner, Peters und Scheuffele. Der immer schneller werdende Rhythmus brachten die Beine des Publikums in Bewegung. Die beiden Virtuosinnen erhielten nach jedem Stück Beifall und auch Schlussapplaus. Einige zaghafte "Zugabe"-Rufe verhallten ungehört.
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