2016 rollen die Baumaschinen

Lokales
Pirk
11.10.2014
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Der Dorfplatz erhält ein neues Gesicht. Von geschätzten 599 000 Euro Kosten für die Sanierung des Bereichs von der Kreisstraße hinauf zur Marienkirche müssen die Anwohner 172 000 Euro bezahlen.

Die 20 Zuhörer hörten diesesmal keinerlei Debatten zu den Plänen. Die Fraktionen hatten sich schon vor der Sitzung und nach Gesprächen mit den Anwohnern entschieden. Bürgermeister Michael Bauer erläuterte den Entwurf des Amberger Planungsbüros H+F. Die Fläche vor dem Rathaus soll gepflastert werden, um den Platzcharakter zu betonen. Auch ein Brunnen wäre möglich.

Kosten gedrückt

Vor der Bäckerei entstehen längs drei Parkplätze. Zur Marienkirche hoch führt rechts ein Gehsteig, links wird ein Gehweg von der Fahrbahn optisch abgesetzt, aber höhengleich sein. Gestalterisch hervorgehoben wird auch der Platz vor dem Kriegerdenkmal und der Marienkirche.

Bürgermeister Bauer erinnerte an die ersten Kostenschätzungen im Mai. Damals standen für die Anwohner 17,70 Euro Umlage pro Quadratmeter Grundstücksfläche zur Debatte. In Gesprächen mit der Direktion für Ländliche Entwicklung sei es nun gelungen, eine tragbare Lösung zu erreichen.

"Die Erneuerung des Dorfplatzes selbst und des Areals vor dem Kriegerdenkmal bezahlt die Gemeinde," rechnete Bauer vor. Für den Aufgang zur Marienkirche und zugleich zum Friedhof müsse auch die Kirchengemeinde in ihren Geldsäckel fassen. In die Kostenschätzung fließt deshalb das Kirchenareal nicht ein. 599 000 Euro soll der Rest kosten, davon können allein für den Dorfplatz 306 000 Euro abgezogen werden. Von den verbleibenden 293 000 muss die Gemeinde noch einmal 121 000 Euro tragen, so dass als umlagefähiger Betrag für die Anwohner 172 000 Euro verbleiben. Dies wären pro Quadratmeter 9,08 Euro. Da man zugleich Kanal- und Wasserleitungen erneuert, was durch Gebühren finanziert wird, verringert sich der Umlagebetrag um weitere 45 Cent.

Weniger als die Hälfte

Unterm Strich bleiben 8,63 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche, die jeder Anrainer zu bezahlen hat. Nach der ersten Kostenschätzung im Mai hatten die schockierten Anlieger schon im Juni einen Antrag gestellt, den Bürgermeister Bauer verlas. Darin forderten sie, wegen der zu erwartenden hohen Kosten den Sanierungsbeschluss aufzuheben. Mit dem jetzt erreichten und den Bürgern bereits vorgestellten Ergebnis könne man sicherlich leben, erklärte der Rathauschef und fügte an, die Akzeptanz bei den Anwohnern sei gestiegen.

Aufgrund der neuen Situation lehnten die Gemeinderäte den Anliegerantrag einstimmig ab und beschlossen stattdessen die Dorfplatzsanierung. Im Frühjahr 2016 sollen die Baumaschinen anrollen.
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