Auftrag über knapp halbe Million

Die kleine Brücke über den "Webergraben" ist marode und brüchig. Deshalb muss sie erneuert werden. Bild: bey
Lokales
Pirk
25.04.2015
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Die Gemeindestraße "Zum Webergraben" kann ausgebaut, die Kanal- und Wasserleitungen und die Brücke über den "Webergraben" erneuert werden. Einstimmig erteilte der Gemeinderat den Auftrag.

Er ging an die Firma Wagner Bau, Waldmünchen. Der Preis liegt bei 485 000 Euro. Insgesamt lagen der Gemeinde Pirk sieben Angebote vor. Herbert Käs vom planenden Ingenieurbüro Kohl hatte vor der Abstimmung dem Gemeinderat nochmals alle Details vorgestellt.

Die Navigationssysteme leiten die Lenker von Lkws und Pkws bei dem eingegebenen Ziel Pirkmühle durch die Erlen- und Breitenstraße. Das geschieht im Regelfall bei der Anfahrt über die Schirmitzer Straße. Diese beiden Straßen sind für den schweren Transportverkehr nicht geeignet. Bei einer Besichtigung wurde es von Polizeihauptkommissar Bernhard Dobmayer von der Polizeiinspektion Vohenstrauß für angemessen erachtet, die Ortsstraßen von der Schirmitzer Straße aus für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht zu sperren. Um die Versorgung der Bevölkerung nicht zu beeinträchtigen, wird das Schild "Anlieger frei" angebracht. Die Entscheidung fiel einstimmig.

Dem Bauantrag für die Genehmigung zur Errichtung von zwei Feldscheunen auf dem Grundstück Flurnummer 2461 Gemarkung Pirk war im Dezember 2014 vom Gemeinderat das Einvernehmen versagt worden. Nachdem das Landratsamt Neustadt eine Privilegierung erkannt hat, ist das Vorhaben genehmigungsfähig. Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben deshalb zu.

Verweigerung rechtswidrig

Für Diskussionen sorgte der Bauantrag für das Grundstück Flurnummer 2040/19, Gemarkung Pirk, im Baugebiet Ziegelleite. Dabei ging es um die Errichtung eines Doppelhauses mit Abgrabungen, Aufschüttungen und Stützmauer. Bereits zu früherer Zeit war die Errichtung von Gabbionen abgelehnt worden, ein Antrag auf Änderungen der Böschungen folgte. Das gemeindliche Einvernehmen wurde seinerzeit mit 12:1 Stimmen abgelehnt. Das Landratsamt hat jetzt festgestellt, dass die Verweigerung des Einvernehmens rechtswidrig war. Mit 7:6 Stimmen beugte sich der Gemeinderat der Kreisverwaltungsbehörde. Nicht ganz ausgeräumt sind Befürchtungen, dass auf die Gemeinde Forderungen wegen des abfließenden Wassers zukommen können.

Das Grundstück Flurnummer 2020, Gemarkung Pirk, liegt außerhalb des Geltungsbereiches des rechtsverbindlichen Bebauungsplans "Ziegelleite". Dennoch soll die Fläche nach dem Wunsch des Eigentümers mit einem Wohnhaus bebaut werden. Mit 10:3 Stimmen entschied das Gremium, dass das Einvernehmen unter bestimmten Bedingungen erteilt wird. So muss zum Anschlussschacht für die Abwasserleitung auf eigene Kosten die Hausanschlussleitung verlegt und auf Dauer unterhalten werden. Das gilt sinngemäß auch für die Wasserleitung. Als wichtig wurde herausgestellt, dass eine Bebauung zum jetzigen Zeitpunkt eine spätere Bebauung der umgebenden Grundstücke nicht ausschließt.

Kamera für Feuerwehr

Mit 13:0 Stimmen wurde für die Feuerwehr Pirk der Ankauf einer Wärmebildkamera beschlossen. Der Förderantrag für die neue Ausrüstung muss über die Gemeinde gestellt werden, Kosten kommen auf sie aber nicht zu. Die Feuerwehr übernimmt den Anteil, der nicht durch einen Zuschuss des Freistaates gedeckt ist.
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