Brunnen großes Streitthema

Lokales
Pirk
11.11.2015
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Der Plan für die Dorferneuerung sieht auf dem Dorfplatz in Pirk einen Brunnen vor. Doch der Gemeinderat ist sich nicht einig. Es geht um die Kosten.

Die neue Ortsmitte war in der Gemeinderatssitzung ein wichtiger Punkt. "Das Jahr 2016 rückt näher. Wir müssen uns klar darüber sein, wie wir den Dorfplatz in Angriff nehmen wollen", sagte Bürgermeister Michael Bauer. Dazu gehöre es auch, sich über einen Brunnen für den Dorfplatz zu einigen.

Michael Flierl vom Amberger Architektenbüro Hartl&Flierl zeigte eine Fotomontage mit dem Brunnen vor dem Faltenbacher-Anwesen. Um einen flachen runden Brunnentrog aus Granit sieht man im Halbkreis ein Sitz-Podest aus Stein platziert. Aus dem Brunnentrog ragen drei Birkenstämme aus Bronze, deren Äste sich verbinden und aus denen das Wasser läuft. Die Birkenstämme müsse man von einem Künstler modellieren lassen, bemerkte Flierl.

"In der Kostenschätzung ist der Brunnen mit 35 000 Euro enthalten", sagte Bürgermeister Bauer. Klaus Ermer monierte, dass das zu teuer sei und zudem dadurch der Dorfplatz noch weiter verkleinert würde. Bauer bezeichnete den Brunnen als optische Aufwertung. "Ohne Brunnen ist es nur eine halbherzige Dorfplatzgestaltung", merkte Flierl an.

In der Diskussion klang heraus, dass die veranschlagten 35 000 Euro beibehalten werden sollten, jedoch zweifelten die Gemeinderäte, dass das Geld für die künstlerische Gestaltung reichen werde. Flierl hat bis zur Sitzung im Dezember die Aufgabe, genaue Kosten vorzulegen.

Strom und Wasser

Zur Dorfplatzgestaltung legten die Gemeinderäte Versorgungsstationen für Wasser und Strom im Bereich vom Dorfplatz bis zum Kriegerdenkmal fest.

Flierl erläuterte, dass ein Bushäuschen vor der Bank stehen soll. Bürgermeister Bauer teilte mit, dass man eventuell über das Leader-Programm des Landkreises eine Ladestation für E-Bikes gefördert bekomme, die hinter dem Bushäuschen platziert werden solle.

Ein weiterer Punkt war der Einbau einer Maibaum-Halterung am Dorfplatz, die unterirdisch mit einer Platte abgedeckt würde. Der Standort soll im Bereich der Zufahrt zum Holunderweg sein. Thomas Fritsch monierte die Kosten von 6000 Euro: "Bei uns wird seit Jahren kein Maibaum mehr aufgestellt. Vielleicht stellt auch in Zukunft niemand einen auf." Architekt Flierl werde prüfen, ob eine solche Halterung auch für den Christbaum passt.

Landschaftsarchitekt Gottfried Blank erläuterte in Bezug auf die Aufstellung des Bebauungsplanes "Pirk-Süd" die Anregungen und Einwände von Behörden, die vom Gemeinderat abgelehnt oder eingearbeitet wurden. Von den Bürgern waren keine Einwände eingegangen. Die 720 Quadratmeter Ausgleichsfläche für das Baugebiet werde der Rat auf einem Gemeindegrundstück am Gleitsbach nahe Irchenrieth ausweisen. Der Billigungsbeschluss und der Beschluss zur zweiten Auslegung erfolgte einstimmig. Die Pflanzarbeiten im Baugebiet "Zum Webergraben" vergab der Gemeinderat an die Firma Punzmann in Windischeschenbach für 8185 Euro. Bürgermeister Bauer informierte, dass in dem Baugebiet in dieser Woche die Teer-Feinschicht aufgezogen werde.

Tobias Forster schlug vor, alle größeren Bäume im Ort auf notwenige Pflegemaßnahmen zu überprüfen. Ein Graben, der bei starkem Regen überläuft und die angrenzenden Grundstücke unter Wasser setzt, sowie ein Glockenturm, dessen Gebimmel einer unmittelbaren Nachbarin zu laut ist, haben sich als Hauptprobleme bei der vorangegangenen Besichtigung im Ortsteil Au herauskristallisiert.

Graben ausbaggern

Nun stellte die CSU einen Antrag zur Beseitigung der Probleme. Bürgermeister Michael Bauer sagte, dass sich bisher noch niemand aus Au bei ihm beklagt habe und das Wasserwirtschaftsamt den Graben bereits besichtigt habe. Der Zuständige vom Amt schlug vor, den Graben auszubaggern und bei extremem Regen zu beobachten.

Bezüglich der Glocke habe das Gemeindeoberhaupt bei einer Fachfirma angefragt: Die Lautstärke lasse sich nicht reduzieren, man könnte den Glockenturm innen mit Schallschutzplatten verkleiden. Die Räte stimmten beiden Vorschlägen zu.
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