"Chickendance" im Hofbräuhaus

Die vier "Rotzlöffl" (von links) Michael Zimmerer aus Pirk, David Sorgenfrei aus Neunburg vorm Wald, Christoph Plank aus Stulln und Sandro Augustin aus Etzenricht rockten Las Vegas.
Lokales
Pirk
13.11.2015
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Sie sind schwer belehrbar, frech, zielsicher und eigensinnig. Das sagen die "Rotzlöffl" über sich selbst. Mit diesen Eigenschaften haben sie es weit gebracht, sie erobern auf ihrer Tour Las Vegas. Was da alles los war, berichtet das neue Bandmitglied Michael Zimmerer.

Die Partyband "Rotzlöffl" hat einen Neuen an Bord: Der 20-jährige Michael Zimmerer aus Pirk ergänzt die Truppe um Christoph Plank seit diesem Jahr. "Ich habe zufällig auf der Internetseite eines Musikgeschäftes die Ausschreibung der Band gesehen", berichtet er. Daraufhin habe er sich sofort bei Plank vorgestellt. Zimmerer traf sich mit den drei bisherigen "Rotzlöffln" im Probenraum in Gleiritsch. Nach einigen Songs war die Sache für die Jungs klar: Michael ist ab sofort dabei.

Seit Januar ein "Rotzlöffl"

Seit Dezember probte er regelmäßig mit den Musikern und studierte das Sommerprogramm ein. Den ersten Auftritt hatte der Neuling im Januar. Doch offiziell stellte er sich auf der Ostertanzparty in Nabburg vor. "Anfangs war ich sehr nervös, aber es war und ist einfach immer wieder genial, vor so vielen Leuten zu spielen. Das war ein irres Gefühl dort das erste Mal auf der Bühne zu stehen", sagt der 20-Jährige, den es immer freut, wenn sich das Publikum begeistern und von der guten Laune der Jungs mitreißen lässt.

Die Auftritte in Las Vegas von Oktober bis Anfang November waren für den Pirker etwas ganz besonderes: "Wir hatten eine Menge Spaß in Amerika. Es war eine Wahnsinns-Erfahrung." Die Stadt biete viele Sehenswürdigkeiten, die die "Rotzlöffl" gerne besuchten. "Uns wird es nie langweilig", schmunzelt Zimmerer. Das erste Mal war die Band 2009 in Las Vegas, seither spielten sie viermal in der "Stadt der Sünde".

"Ein typischer 'Rotzlöffl'-Tag in Vegas beinhaltet viel Schlaf", lacht Zimmerer. Natürlich erkunden die Musiker auch die legendären Kasinos und verbringen lustige Abende. Wichtig sei es auch, Vorbereitungen und Kontakte für die nächste Amerika-Tour zu planen. Am Ende jeden Tages stehe der Auftritt im Hofbräuhaus an.

Amerikanischer Fanclub

"Wir treffen uns eine Stunde vor Spielbeginn im Hofbräuhaus und essen erst einmal was", erklärt der Bassist und Sänger. Die Jungs spielen dann sechs Stunden lang für ihre amerikanischen Fans. Das Repertoire der Partyband sei riesig. Bestimmte Lieder müssen immer gespielt werden. "Der Chickendance, Sweet Home Alabama und die Nationalhymne der USA dürfen nie fehlen", sagt Zimmerer. Zwischen den Songs unterhalten die Burschen die Besucher mit Kuhglocken-Läuten und einem Alphorn.

Ihre Fans bleiben ihnen auch in Übersee treu. "Wir haben mit einigen deutschen Auswanderern Freundschaft geschlossen. Die besuchen uns regelmäßig", erzählt der junge Musiker. Doch auch andere Amerikaner haben Gefallen an den Oberpfälzern gefunden. Mittlerweile gebe es auch schon den ersten Fanclub in den Vereinigten Staaten, der die "Rotzlöffl" im Hofbräuhaus oft anfeuert.
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