Constantia: Für mehr Kohle in die Kälte

270 von 350 Mitarbeitern, die zu diesem Zeitpunkt im Dienst waren, trafen sich am Donnerstag in einer leerstehenden Garage auf dem Constantia-Gelände zum Warnstreik. Neben dem Erhalt des Tarifvertrags fordern sie unter anderem eine Arbeitsplatzgarantie für die 625-köpfige Belegschaft, die Übernahme aller Azubis, Leistungszulagen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bild: Schönberger
Lokales
Pirk
20.02.2015
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Vielleicht sind solche Warnstreiks wirksamer als jede Grippeschutzimpfung. IG-Metall-Bevollmächtigter Horst Ott hält jedenfalls tapfer durch: "Seit 28. Januar frier ich", sagte er am Donnerstagmittag vor 270 Mitarbeitern von Constantia Hueck Folien. Wie andere Betriebe in den vergangenen Wochen legten die Pirkmühler Druckexperten am Donnerstagmittag die Arbeit nieder.

Abgesehen davon, dass sie sich für 5,5 Prozent mehr Gehalt, bessere Altersteilzeitregeln und den Rechtsanspruch auf Fortbildung stark machten, wünschten sich die meisten, dass die nächste Tarifauseinandersetzung in die Sommermonate fällt. Aber der Kampf in der Kälte soll sich lohnen, machte Ott Mut: "Bei Constantia stehen auch noch 2,2 Prozent aus der letzten Tarifrunde aus. Die haben wir nicht vergessen." Der Haustarifvertrag in der Pirkmühle, der sich an der Fläche orientiert, läuft dieses Jahr aus. In der Belegschaft herrscht Unsicherheit, wie es damit unter den neuen französischen Eigentümern weitergeht.

Die wollen die Gewerkschafter in die Pflicht nehmen, verspricht Metaller Josef Bock: "Bei der Weihnachtsfeier war noch von einem großen Gewinn die Rede, aber nicht mehr von einem Bonus. Wenn sie uns den nicht freiwillig geben, holen wir ihn uns."
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