Eigener Bagger umstritten

Lokales
Pirk
02.10.2015
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Die Gemeinde hat gut gewirtschaftet. Bei der Einkommens- und Umsatzsteuer kann sie im Nachtragshaushalt einen Überschuss verbuchen. Ob sie sich auch einen eigenen Bagger leistet, steht noch zur Diskussion.

Bürgermeister Michael Bauer merkte an, dass ein Nachtragshaushalt vor allem durch die Ausweisung des neuen Baugebiets Pirk Süd nötig war. Der Rechnungsprüfungsausschusses mit Lorenz Gebert (FW), Erhard Bock (SPD), Hildegard Schreier (FW), Andreas Albrecht (CSU) und Dieter Schwab (CSU) stellte für das vergangene Jahr keine Mängel fest. Vorsitzender Gebert lobte, die Gemeinde habe sehr sparsam gewirtschaftet.

Schulden eintreiben

Die Prüfung habe ergeben, dass eine ausstehende Gewerbesteuerzahlung eines Bürgers von knapp 800 Euro eingetrieben werden könne, da dieser wieder ein Gewerbe betreibe. Bereits geklärt sei die Frage, warum die Gemeinde einen Heizautomat in der Winterdiensthalle bei der Kläranlage gekauft habe. Der Bürgermeister erklärte dazu, dass Pirk die Halle nun allein unterhalte, da Schirmitz seinen neuen Bauhof nutze. Gebert sagte weiterhin, das fast 20 000 Euro an Leihgebühren für Bagger angefallen seien. Es sei zu überlegen, einen eigenen gebrauchten Mini-Bagger zu kaufen. Mit Anschaffungskosten von 40 000 Euro würde sich das in zwei Jahren amortisieren.

Eigener Bagger für Wege

Bauer führte die hohen Kosten für die Leihbagger auf den starken Regen zurück, der die Säuberung der Gräben im Bereich Pischeldorf nötig machte. Etwas derartiges komme, so hoffe er, nicht alle Jahre vor. Er beauftragte Kämmerer Sven Lederer, eine Statistik der Kostenentwicklung der letzten fünf Jahre zu erstellen. Für eine Anfrage in der Bürgermeisterversammlung prophezeite er: "Da werde ich auf taube Ohren stoßen." Denn die anderen drei Gemeinden hätten zusammen nicht so viele Straßen und Gräben wie Pirk alleine.

Martin List (SPD) gab zu bedenken, dass die Gemeinde außerordentlich viel Eigenarbeit beim Wegebau leiste. Dafür bräuchte es jedoch verschiedene Geräte. "Alles wird ein Bagger nicht abdecken können." Außerdem kosten auch der Geräteunterhalt und die technische Prüfung. Alexander Radlbeck (CSU) forderte, dass ein Rahmenvertrag mit Firmen für den Wegebau als Alternative nicht von vornherein ausgeschlossen werden sollte.

Ausnahme statt Regel

Der Gemeinderat diskutierte über einen Eilantrag zur Änderung des Bebauungsplanes für das letzte Grundstück Am Rotlaufholz. Gina und Peter Wasel hatten beantragt, ihre Garage um 1,60 Meter anzuheben und die Zufahrt aufzuböschen.

List stellte klar, dass er nur zustimme, weil es sich um das letzte Gebäude der Straße handle. Bauer erklärte, dass es keine Probleme geben werde, mögliche Anträge für Nebengrundstücke abzulehnen. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag mit der Nein-Stimme von Radlbeck zu.

Bauer gab den Termin für die nächste Bürgerversammlung bekannt: Mittwoch, 19. November, um 19 Uhr.
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