Estnischer Chor beschließt Jubiläumsjahr der Auferstehungspfarrei vor 180 Zuhörern
Psalter, Harfe und Stimmen

Mit klaren Stimmen und gekonnter instrumentaler Begleitung brillierte der estnische Chor in der Auferstehungskirche. Bild: zer
Lokales
Pirk
28.10.2014
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Mit christlichen Liedern glänzte der Chor "Vaikuse Muusika" aus Tartu in Estland zum Abschluss des Jubiläumsjahres von Pfarrei und Auferstehungskirche. Festleiter Karl Prell hatte mit dem 18-köpfigen Ensemble schon seit längerem Kontakt.

Noch als Lehrer am Kepler-Gymnasium pflegte er mit einem Schüleraustausch die Verbindung. Vier Auftritte hatten die Sänger bei ihrem Aufenthalt. Sie musizierten in Eschenbach, Amberg, Tännesberg und zum Abschluss in Pirk.

Meist in estnischer Sprache waren die geistlichen Lieder. So seien sie ursprünglich von den Gläubigen gesungen worden. Für den Auftritt griffen die Esten auf eigene Arrangements und mehrstimmige Interpretationen zurück. Auch deutsche Texte hatten sie im Gepäck. "Ich habe gerufen und gerufen" - "Uigasi, mina Uigasi" begann der Chor, dem zu zwei Dritteln Jugendliche angehören. Fidel, Harfe, Dulzian, Psalterium und Flöten unterstützten den Gesang.

Mehrstrophig erklangen "Jesu, frommer Menschenherde, guter und getreuer Hirt" und "Wie soll ich dich empfangen?" - "Kuis pean vastu votma?". Beim Vortrag "Es glänzet der Christen Leben" wechselten sich die fünf Herren mit den Frauen strophenweise ab. "Es ist gewisslich an der Zeit" überraschten die jungen Damen in deutscher Sprache, während die Männer auf estnisch sich in den Strophen abwechselten. Die 180 Zuhörer waren begeistert bis zum Schluss, als das Solo "Nun sich der Tag geendet hat" mit Begleitung einer Maultrommel erklang.

In der Zugabe brillierte das Ensemble noch einmal mit reinen Stimmen. Mit Flötenbegleitung sangen die Männer und Frauen abwechselnd "Jesu Christ dich zu uns wend".

Dazu gesellten sich Vorträge von Werken des Komponisten Arvo Pärt. Seine religiöse Musik glänzte nach dem Ideal der Einfachheit, die die spirituelle Botschaft unterstützt. Leiter Töni Sepp dankte für den großen Beifall. Anschließend waren Akteure und Zuhörer zum Stehempfang ins Pfarrheim eingeladen.
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