Gedenken an Kriegsopfer und Flüchtlinge am Volkstrauertag
Sehnsucht nach Frieden

Lokales
Pirk
17.11.2015
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Mit sechs Fahnenabordnungen der Vereine zogen zahlreiche Gläubige zum Kriegerdenkmal vor die Marienkirche. Den Takt gab die Jugend der "Pirker Blasmusi" vor. "Die Feier erinnert an die Opfer politischer Gewalt. Beten wir für alle, die mit Unrecht leben müssen", forderte Aushilfspfarrer Irudayaraj Devadass auf.

Laut Bürgermeister Michael Bauer treibe das Jahr 2015 tiefe Sorgenfalten in unsere Gesichter. Die Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten oder die Ereignisse in Syrien und die daraus resultierenden Flüchtlingszahlen seien Ereignisse, die viele bedrückten. Mit dem Stichwort "Flüchtlinge" kam er zum zweiten wichtigen Teil des Volkstrauertages: der Sehnsucht nach Frieden.

8. Mai nicht vergessen

Die Flüchtlingsdebatte beherrsche seit Monaten unser Land, die politische Diskussion, aber auch die Gespräche vieler Menschen hier vor Ort. Bei den aktuellen Geschehnissen dürfe aber der 8. Mai nicht in Vergessenheit geraten. "Viele von uns kennen diese Zeit nur noch aus den Geschichtsbüchern oder Erzählungen."

Es bestehe die Gefahr, dass die persönliche Betroffenheit schwinde, dass wir den Frieden als von Gott gegeben betrachten und wir abstumpfen", mahnte Bauer. Für die Soldatenkameradschaft trugen Vorsitzender Mario Hönig und für die Kommune Gemeinderat Martin List einen Kranz und legten ihn am Mahnmal nieder.

Zwei Bundeswehrsoldaten standen Wache, und die Blaskapelle spielte "Ich hatt' einen Kameraden". Der Männergesangverein sang "Zum Gedenken eurer Toten".
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