Holzmarkt wieder gespalten

Die Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt-Süd kann über ihre Obmänner engen Kontakt zu den Waldbesitzern in den einzelnen Gemeinde halten. Alle Gebiete im Bereich der Gemeinschaft sind hier vertreten. Bild: zer
Lokales
Pirk
21.11.2015
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Aufgrund von Schadholz aus Stürmen und Borkenkäferbefall seien die Sägewerke aktuell sehr gut mit Rundholz versorgt, berichtete Michael Bock, der Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt-Süd, in der Obmännerversammlung. Das sind nicht die einzigen Sorgen der Waldbesitzer.

Denn während derzeit Stammholz und stärkere Kiefernabschnitte gut zu vermarkten sind, läuft der Schnittholzexport in die Hauptmärkte USA und Nordafrika schlecht. Besonders die qualitativ schwachen Hölzer bereiten den Sägewerken Probleme, betonte Bock. Auch Buche und Erle sind kaum gefragt. Eine Ausnahme bilden starke Eichen.

1100 Euro pro Hektar

Eingangs referierte Forstamtmann Albert Urban über die neuen Förderrichtlinien für Waldbesitzer. Vorne an stellte er die Erst- und Wiederaufforstung. Bei Mischbeständen mit mindestens fünfzig Prozent Laubholz sind auch Nadelhölzer wie Lärche, Douglasie und Fichte förderfähig. Die Förderung erfolgt stückzahlbezogen. Auch der Erhalt und die Sicherung standortgemäßer Naturverjüngung als Misch- oder Laubbestand wird mit bis zu 1100 Euro je Hektar bezuschusst.

Holzwart Georg Forster erinnerte daran, dass die Laubhölzer im Winter geschlagen werden sollen. Die Forstbetriebsgemeinschaft gebe gerne Auskünfte über die möglichen Erlöse beim Holzverkauf. Hopfenstangen in den Längen 8,10 und 9,10 Meter - auch aus Kiefernholz - werden derzeit nachgefragt. Zur Wertholzvermarktung sagte er: "Wir richten das Augenmerk wieder auf die im November und Dezember stattfindenden Nadelwertholzsubmissionen."

Wer von den Waldwirten jedoch wertholzhaltige Stämme wie Nadel- oder Laubholz im Wald stehen hat, sollte sich umgehend in der Geschäftsstelle melden. Hackschnitzel würden bei größeren Mengen aus Wipfeln und Ästen vermarktet.

Borkenkäfer beobachten

Der Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt Süd, Michael Bock, klärte die Teilnehmer über die Borkenkäfersituation auf. In den nächsten Wochen sollten die Wälder unbedingt kontrolliert werden. "Bei Rotfärbung der Kronen und Abfall der Nadeln und der Rinde müssen die Bäume konsequent aufgearbeitet und aus dem Wald gebracht werden".
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