In Au läuten die Alarmglocken

Die Glocke im Turm bringt die Anwohnerin (Vierte von links) in ihrem Wohnhaus (links, hinter den Bäumen) nahezu zur Verzweiflung. CSU-Ortsvorsitzender Dieter Schwab (Fünfter von links) und zweiter Bürgermeister Alexander Radlbeck (Sechster von links) nehmen die daraus erwachsenden gesundheitlichen Probleme für die Anwohnerin ernst. Bild: bey
Lokales
Pirk
31.08.2015
7
0

Umgeben von hoch aufragenden Bäumen liegt der Pirker Ortsteil Au. Von Idylle kann jedoch keine Rede sein. Eine laute Glocke, wilde Altreifenablagerungen und Überschwemmungen bei starkem Regen sorgen neben dem permanenten Autobahnlärm für Unmut.

Mit dem Besuch des Ortsteils setzte der CSU-Ortsverband Pirk seine im Wahlprogramm versprochene Runde durch das Gemeindegebiet fort. Doch gleich beim Treffpunkt Glockenturm wurden CSU-Ortsvorsitzender Dieter Schwab und zweiter Bürgermeister Alexander Radlbeck lautstark mit einem Problem konfrontiert: Die Glocke im Turm läutet in fast unzumutbarer Weise und lässt eine Anwohnerin fast verzweifeln. "Die Glocke arbeitet mich auf", meinte die Frau, die über Tinnitus klagt.

Früher habe sie selbst die Glocke mit einem Strick zum Läuten gebracht, berichtete die Anliegerin. Damals sei das Gehäuse um die Glocke herum geschlossen gewesen. Jetzt nach dem Umbau werde der Klöppel per Motor zum Schlagen gebracht. Die Glocke steigere ihre Lautstärke also nicht, sondern beginne schlagartig. Der Lärm sei so schlimm, dass das Schlafzimmer in den rückwärtigen Teil des Hauses verlegt wurde, berichtete die Frau. Andere Anwohner, mit nur gering weiterer Entfernung zum Glockenturm hingegen erkennen keine Belastung. Dennoch wollen sich Radlbeck und Schwab dieses Problems annehmen und versuchen, dass die Gemeinde mit einem Glockenbauer Lösungsmöglichkeiten im Sinne der Anliegerin findet.

Überflutungen im Ort

Ein nicht regelmäßig Wasser führender Graben am Ortseingang von der Autobahnbrücke her kommend kann nach Aussagen der Auer Bürger nicht richtig ablaufen. Dies führt dann zu Überflutungen im Ort. Auch hier will sich die Pirker CSU um Abhilfe bemühen, auch wenn dies laut zweitem Bürgermeister nicht kurzfristig möglich sein wird. Vor allem müssten die genauen Ursachen des Rückstaues ermittelt werden, meinte Radlbeck.

Beim abschließenden Gespräch zeigte er sich erfreut über die Harmonie der Auer Bürger an diesem Abend. Hier fasste Radlbeck auch nochmals die weiteren angesprochenen Probleme zusammen: Mangelhafte Grabenräumungen, die Notwendigkeit des Ausschneidens von Hecken und Bäumen sowie die Beseitigung von Straßenschäden waren im Laufe des Rundganges von den Auern genannt worden. Der Schutz vor dem Lärm, ausgehend von der Autobahn, muss nach Meinung Radlbecks als Gesamtproblem der Gemeinde Pirk betrachtet werden. Auf Missfallen stießen bei den Auern Initiativen des Marktes Luhe-Wildenau, die Verlegung der geplanten Tennet-Leitung zum Schutz des Ortsteils Unterwildenau zulasten der Bürger von Au durchsetzen zu wollen.

Kein Verständnis

Ein Bürger zeigte kein Verständnis, dass am neuen Radweg Bäume gepflanzt wurden, deren Laub die landwirtschaftliche Nutzung seiner Flächen beeinträchtigen kann.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.