Initialzündung für die Wende

Coach Matthias Rösch (Mitte) übergibt die Ergebnisse des Energiecoachings an Bürgermeister Michael Bauer (rechts daneben). Auch die Stadträte (von links) Andreas Albrecht, Alexander Radlbeck und Lorenz Gebert waren beim Energieteam mit dabei. Bild: blu
Lokales
Pirk
30.09.2015
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"Pirk hat sich mit der Energiewende definitiv schon beschäftigt", lobte Energiecoach Matthias Rösch. Trotzdem empfiehlt er effizientere Techniken für das Schulgebäude. Damit will die Gemeinde auch Vorbild für die Bürger sein.

Die zu hohen Stromkosten in der Schule waren der Antrieb, das Energie-Technologische Zentrum (ETZ) Nordoberpfalz mit einem Energiecoaching zu beauftragen. Das Energieteam, bestehend aus Bürgermeister Michael Bauer, den Gemeinderäten Alexander Radlbeck, Andreas Albrecht, Lorenz Gebert, Erhard Bock, und Energiecoach Rösch hatten sich zusammengesetzt und alle kommunalen Liegenschaften auf ihren Verbrauch hin geprüft. Nun stellte Rösch die Ergebnisse vor.

Eigene Photovoltaikanlage

Der Fokus lag auf der Schule, größte Liegenschaft der Gemeinde. Der Wärmeenergieverbrauch liege sogar 20 Prozent unter den Zielvorgaben der Bundesregierung für die Energiewende, sagt Rösch. Der Stromenergieverbrauch sei allerdings 20 Prozent höher als vorgegeben. Als Maßnahme zur Stromeinsparung empfahl Rösch schaltbare Steckdosenleisten, die das Stromfressen von Geräten im Stand-by-Modus unterbinden. Zwar habe die Schule eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die speise die gesammelte Energie jedoch nur ins öffentliche Netz ein. Deshalb sei zu überlegen, ob eine zusätzliche Anlage für den eigenen Stromverbrauch installiert werde. Auf dem Schuldach sei noch Platz dafür. Auch eine hocheffiziente Heizungsumwälzpumpe in einem kommunalen Förderprogramm empfahl der Experte.

Energietag für die Familie

Die Gemeinde will auch einen Energietag an der Schule veranstalten. Über die Kinder soll so die ganze Familie für das Energiesparen sensibilisiert werden. Gebert (FW) stellte den Antrag, die Schulrektorin Claudia Piehler zu einem nächsten Treffen einzuladen. Immerhin müsse man bei den Nutzern ansetzen und die Rektorin könne die Energietipps an Lehrer und Schüler weitergeben. Radlbeck (CSU) sieht die Energie-Maßnahmen der Gemeinde als "Initialzündung für die Bürger". Auch lohne es sich, den Abwasserzweckverband unter die Lupe zu nehmen, da er der Verbraucher mit den größten Einsparpotenzialen sei.
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