Leuchtender Vorreiter

Lokales
Pirk
04.04.2015
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Die LED-Leuchten, die in Pirk verbaut werden, zählen zu den effektivsten. Die Gemeinde bekommt den Prototyp als erste Kommune in Deutschland und spart dabei gewaltig.

Den Pirkern geht ein Licht auf. Ein technisch sehr fortgeschrittenes sogar. Gerhard Schmerber und Alexander Radlbeck von der Bayernwerk AG übergaben an Bürgermeister Michael Bauer den Prototyp der Leuchte mit dem Namen "Hella LED Circle 14/27 W". 83 dieser Exemplare werden in Pirk verbaut. "Wir haben das ganze Gemeindegebiet erst einmal überplant", erklärte Radlbeck.

Die Hauptstraßen bekommen gelbes Licht, die Wohngebiete weißes. Das Modul ist auch in der Lage, 14 oder 27 Watt zu liefern. Im Schulbereich und in der Kirchenstraße wird mit 27 Watt gefahren und in den anderen Straßen mit 14 Watt. Der Lichtkegel kann auch entsprechend ausgerichtet werden, so dass die Leuchte auf Straße und Gehbereich strahlt und nicht mehr die Vorgärten beleuchtet.

Rein technisch wäre es sogar möglich, die 27-Watt-Leuchten zeitlich zu schalten, also bis Mitternacht volle Leistung und danach reduziert. Das würde eine weitere Einsparung bedeuten. "Wir haben bis dato keine vergleichbaren Einsätze, die mit 14 Watt eine ähnliche Leistung bringen", erklärte Radlbeck fest. Schmerber sprach über die Kosten. Bisher verbrauchte Pirk im Jahr 7387 Watt Strom für seine Straßenbeleuchtung. Nach der Umrüstung werden es nur mehr 1552 Watt sein. Somit spart sich die Gemeinde 4490 Euro Stromkosten. Zudem werden jährlich 12,7 Tonnen Kohlenstoffdioxid weniger ausgestoßen. Radlbeck, zudem zweiter Bürgermeister von Pirk, erntete von Bürgermeister Michael Bauer Anerkennung, weil er an der Quelle in der Bayernwerk AG sitzend sofort bei dieser neuen Technik seine Heimatgemeinde erfolgreich ins Spiel gebracht hatte.

Für den Gemeindechef war neben einer Verbesserung der Qualität der Straßenbeleuchtung natürlich das Geld vorrangig. Mit 80 Prozent Stromkosten-Einsparung werde das Optimale erreicht. "Wir haben bereits nach fünf bis sechs Jahren die Investitionskosten eingespart." Die Umrüstung übernimmt die Firma Blöth in Vohenstrauß.
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