Neuer Grund für Häuslebauer

Hier können 14 Häuser entstehen. Die Grenze zwischen den beiden Grundstücken des neuen Bebauungsplanes ist in der freien Natur durch einen klaren Absatz im Gelände erkennbar. Auf der linken Seite ist eine öffentliche Grünfläche als Fußweg Richtung Josef-Faltenbach-Schule eingeplant. Die Anbindung an die Kreis- und Ortsstraße, von der aus dieses Bild entstand, erfolgt durch einen kleinen Trichter. Bild: bey
Lokales
Pirk
05.08.2015
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Kurze Wege für junge Familien in Pirk: In Nachbarschaft zur Josef-Faltenbacher-Schule entsteht ein neues Baugebiet.

Die Gemeinde weist das Baugebiet in Bestlage aus. "Pirk Süd" entsteht unmittelbar angrenzend an die Josef-Faltenbacher-Schule. Mit vier einstimmigen Beschlüssen zur Einleitung der Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zur Aufstellung des Bebauungsplanes hat der Gemeinderat die Weichen für die weiteren Ansiedlungsmöglichkeiten gestellt.

Bürgermeister Michael Bauer erinnerte daran, dass die Baugrundstücke in den Baugebieten "Ziegelleite" und "Hintere Ziegelleite" schnell verkauft waren. Zurückgegebene Grundstücke seien ebenso schnell wieder veräußert gewesen. Das Interesse von Käufern an Grundstücken im Bereich "Wehrgraben" sei sehr groß. Die Ausweisung eines weiteren Baugebietes, so Bauer, sei angesichts der Nähe zur Stadt Weiden und mit Blick auf den Kindergarten und die Josef-Faltenbacher-Schule dringend geboten. Der Bürgermeister ist daher heilfroh, dass die Gemeinde die neuen Grundstücke mit den Flurnummern 2183 und 2184 erwerben konnte.

Beplanung schwierig

Dipl.-Ingenieur Gottfried Blank aus Pfreimd hat das neue Baugebiet geplant, das 12 333 Quadratmeter groß ist und 14 Bauparzellen mit einer Größe zwischen 505 bis 900 Quadratmetern umfasst. Laut dem Planer gibt es aber drei Bedingungen, die eine Beplanung schwierig gemacht hätten: Die beiden Grundstücke sind von einer starken Hanglage mit 15 Metern Höhendifferenz vom östlichen Ende bis zur Ortsstraße geprägt, die Tiefe der Grundstücke werde etwas gering sein, und die Hochspannungsleitung über die Mitte des östlich gelegenen Grundstückes gebe Abstandsflächen zur Bebauung vor.

Gottfried Blank hat diese Probleme gelöst und unter die Abstandsflächen einen Wendehammer für dreiachsige Fahrzeuge eingeplant, dazu noch teils die notwendige naturschutzrechtliche Ausgleichsfläche. Die Ausweisung kleiner Baugrundstücke trägt laut Planer einem Trend Rechnung. Um jedem Erwerber den Bauwunsch zu erleichtern, soll der Bebauungsplan großzügige Regelungen und Festsetzungen mit vielen gestalterischen Freiheiten enthalten. Auf Anregung von Gemeinderat Martin List wird an der Aufweitung des Baugebietes zwischen den beiden Flurnummern ein Fußweg Richtung Josef-Faltenbacher-Schule als öffentliche Grünfläche eingearbeitet.

Baustart ab Ende 2016

Das Baugebiet wird die rechtliche Bezeichnung "Allgemeines Wohngebiet-WA" erhalten. Festgelegt wird ein Bauzwang innerhalb von fünf Jahren nach dem Erwerb des Grundstücks. Außerdem wird jeder spätere Eigentümer zum Bau einer Zisterne mit 6000 Litern Inhalt verpflichtet.

Der Bebauungsplan enthält ferner die klaren Hinweise, dass Beeinträchtigungen aus dem Schulbetrieb und den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen hingenommen werden müssen. Eine Bebauung könnte laut Bürgermeister Bauer voraussichtlich ab Ende 2016 möglich sein.
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