Polizist warnt Senioren vor Trickdieben und gerissenen Langfingern
Lügen, um zu betrügen

Misstrauisch sein und nie fremde Personen in die Wohnung lassen. Von Amtspersonen immer die Ausweise kontrollieren. Wenn sich jemand angeblich in einer Notlage befindet, Notarzt oder Polizei verständigen.
Lokales
Pirk
21.04.2015
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Polizeioberkommissar Wilhelm Fritz verriet den Mitgliedern der Seniorengemeinschaft die beliebtesten Tricks von Taschendieben und Betrügern. Im vergangenen Jahr haben Taschendiebe in Weiden 26 Mal zugefasst. Begehrte Beute seien Mobiltelefone, erfuhren die Zuhörer. Laut Statistik sind Senioren nicht öfter Opfer von Straftaten als der Rest der Bevölkerung. "Sie haben aber subjektiv das Gefühl, häufiger Opfer zu sein."

Nicht in die Wohnung

Der Kontaktbeamte bei der Weidener Polizei zählte ein paar der häufigsten Betrügereien auf. Da wäre zum Beispiel der Glas-Wasser-Trick. Ein Unbekannter klingle an der Wohnungstür und frage nach einem Glas Wasser. Durst habe der natürlich nicht, nur das Verlangen, in die Wohnung zu kommen und Wertvolles mitzunehmen.

Andere Varianten, um sich Zutritt zu verschaffen: Jemand klingelt an der Tür und behauptet in einer Notlage zu sein. Oder jemand gibt sich als Amtsperson oder Handwerker aus. "Die richtige Gegenstrategie ist immer, misstrauisch sein und nie fremde Personen in die Wohnung zu lassen. Von Amtspersonen immer die Ausweise kontrollieren. Wenn sich jemand in einer Notlage befindet, Notarzt oder Polizei verständigen", appellierte Fritz an die Senioren. Gesundes Misstrauen könne nicht schaden", betonte der Referent.

Auch in der Öffentlichkeit lauern Diebe. "Es wird selten die ganze Handtasche gestohlen", erzählte Fritz. Und spontan seien solche Diebstähle auch nicht. Vielmehr spähten die Langfinger ihre Opfer aus. Fritz riet den Senioren, Handtaschen mit dem Verschluss nach hinten am Körper zu tragen und nie unbeaufsichtigt abzustellen. Geldbörsen sollten unten in der Tasche verstaut sein. Geldbeutel wären in der Innentasche von Jacken gut aufgehoben.

"Enkel" in Not

Eine Masche, die immer wieder aktuell sei, ist auch der Enkeltrick. Betrüger rufen bei Senioren an und geben sich als Familienmitglied in Geldnot aus. "Nicht zahlen und vor allem nicht in die Wohnung lassen, sondern Verwandte oder Polizei in verständigen", beschwor der Polizist die Zuhörer
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