"Sie waren die Richtige"

Elisabeth Wittmann (vorne, links) und ihre Schüler sangen sich gegenseitig ein Loblied auf die Atmosphäre an der Josef-Faltenbacher-Schule. Bild: zer
Lokales
Pirk
30.07.2015
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Lehrer und Schüler der Josef-Faltenbacher-Schule verabschiedeten Rektorin Elisabeth Wittmann. Deren Wertschätzung sangen die Mädchen und Buben: "Danke für Rat und Tat und Hilfe, danke, du nahmst uns an der Hand, danke, dass die Tür zu deinem Zimmer meistens offen stand."

Fast zwei Stunden lang würdigte die Schulfamilie mit Instrumentalstücken, Liedern, Aufführungen und Ansprachen Wittmanns pädagogisches Geschick. Auch das eine oder andere Tränchen floss. Dazu war die Mehrzweckhalle mit zahlreichen Werken und Bildern aus dem Kunstunterricht geschmückt. Unter den Gäste waren auch Wittmanns Vorgänger Wilhelm Knopp und ihre Nachfolgerin Claudia Piehler.

Nach dem Glockenspiel "Für Elisabeth" nannte Bürgermeister Michael Bauer den Abschied einen markanten Tag. "Wir hatten Glück, dass Sie da waren. Hier eine Mensa für die Ganztagsschule mit zu schaffen war Ihre Idee. Sie waren gefordert mit der Planung, und noch im gleichen Jahr erlebten wir den Start der Mittelschule. Sie waren für unsere Gemeinde eine wichtige und richtige Frau am richtigen Ort."

Damit liegt die Latte für die Nachfolgerin hoch. Doch Claudia Piehler hinterließ einen souveränen ersten Eindruck: "Der Zauber dieser Faltenbacher-Schule hat mich schon in all den Jahren erfreut. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den altbekannten Gesichtern an dieser schönen Schule."

Schulrat Johann Hilburger verglich den Abschied mit der Atmosphäre einer Abflughalle am Flughafen. Vor der Landung am Zielflughafen Tännesberg blätterte er in Elisabeth Wittmanns "Reisepass". Nach dem Studium in Regensburg Einsätze in Schirmitz und Tännesberg und über die mobile Reserve in Vohenstrauß weiter zur Beamtin auf Lebenszeit. Von der stellvertretenden Schulleiterin 2002 schaffte es die Pädagogin zur Rektorin in Tännesberg und dann 2008 zur Leiterin in Pirk. Drei Jahre später war sie auch Verbundkoordinatorin des Verbundes Pirk-Weiden. "Die Zusammenarbeit mit der Schulleitung war eng, du hast den Beruf als Berufung gesehen. Du hattest immer Mut zur Klarheit und Entscheidungsvermögen sowie viel Fingerspitzengefühl", lobte Hilburger.

Beruf als Berufung

Dem schlossen sich die Kollegen, Elternbeiratsvorsitzende Sabine Kagerer und die Schülersprecher an. "Die Schule war ein Ort, an dem ich immer sein wollte. Als Schülerin haben die Lehrer mich gefördert und gefordert. Der zweite Bildungsweg kam mir gelegen", blickte die Rektorin zurück. Sie dankte allen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Zum Abschluss ließ sie noch einmal Kompetenz aufblitzen: "Nicht immer ist die höhere Schule, der schwere Weg für die Kinder das Beste. Das Annehmen des Kindes, so wie es ist, die Stärken hervorkitzeln, die Berufsvorbereitung vorbereiten ist wichtig. Für mich war es der Traumberuf", sagte sie unter Applaus.
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