Spitzahorn darf weiterleben

Die idyllisch Ansicht im Herbst ist ein Ärgernis für zwei Anwohner, die beide Spitzahornbäume im Holunderweg gerne durch kleinere ersetzt hätten. Die Gemeinde fällt sie nicht, lässt sie aber wohl zurückschneiden. Bild: fz
Lokales
Pirk
06.11.2015
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Ein schönes Fleckchen im Holunderweg. Zwei Ahornbäume säumen eine Grünanlage. Zwischen ihnen steht ein Granitbrunnen, aus dem allerdings seit längerer Zeit kein Wasser tröpfelt. Doch die Idylle ist getrübt.

Zwei Nachbarn wandten sich an die Gemeinde mit dem Antrag, die Bäume zu entfernen und durch kleinere zu ersetzen. Bürgermeister Michael Bauer legte dem Gremium in der Sitzung am Donnerstag das Ansinnen vor.

Die beiden Anlieger klagen von Beeinträchtigungen. Jede Menge Laub liege im Garten und verstopften die Dachrinne. Dazu würden Äste der zu riesig gewordenen Bäume ins Grundstück ragen. Den Samenabwurf sehen die Anlieger ebenso als Problem wie die Wurzeln, die die Gartenmauern beeinträchtigen würden. Dazu behindere das Geäst auch die Zufahrt mit größeren Fahrzeugen. Wie Bauer mitteilte legten die beiden Anlieger Wert darauf, keine Feinde von Bäumen zu sein, "aber die beiden sind zu groß".

Der Bürgermeister stellte klar, dass er sich nicht damit anfreunden könne, die Spitzahornbäume zu fällen. "Wir machen da ein Fass auf", so der Gemeindechef. Der Bauausschuss habe sich vor Ort umgesehen. Das Resultat: eine Firma solle sie zurückschneiden lassen. "Die Bäume passen wunderschön ins Straßenbild."

Lorenz Gebert meinte, dass mit dem Entfernen und kleineren Bäumen das Gesamtbild auch schön und das Problem gelöst sei. Martin List wandte ein, dass wohl jeder Hausbesitzer Probleme mit Laub habe, aber diese beiden Bäume prägend für den schönen Holunderweg seien.

"Es gibt noch zwei weitere Bäume im Holunderweg. Die lassen wir zusammen mit den beiden von einer Fachfirma zurückschneiden", formulierte Bürgermeister Bauer den Beschluss, Mit 11 Stimmen wurde gegen dasVotum von Gebert abgesegnet.
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