Trotz hohen Gewerbesteueraufkommens keine rosigen Zeiten für Pirk - Bürgermeister zieht Bilanz
Nur nicht übermütig werden

Lokales
Pirk
28.11.2014
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Bürgermeister Michael Bauer warnte in der Bürgerversammlung vor Übermut. "2015 wird es keine Schlüsselzuweisungen geben", sagte er vor 25 Zuhörern. 3,5 Millionen flossen 2013, heuer werden es 2,1 Millionen sein. Auf die Frage einer Bürgerin, wie der Steuersegen zustande komme, verwies Bauer im wesentlichen auf einen großen Betrieb in der Kommune. Weiter Daten habe er nicht und dürfte er aber sowieso nicht nennen.

Wie ein Bumerang

Die Krux sei, dass der Steuersegen zwei Jahre später wie ein Bumerang zurückkomme. Deshalb werde Pirk 2015 keine Schlüsselzuweisungen erhalten. "Das sind dann schon mal 400 000 Euro weniger in der Kasse. Und auch 2016 wird sich das auswirken", prophezeite er. Die Verschuldung der Gemeinde bezifferte Bauer zum Ende des Jahres mit 2 612 000 Euro, pro Kopf sind das 1435 Euro.

Im Ausblick sprach der Rathauschef herausragende Projekte an. Vor allem die Ortskernsanierung mit dem Dorfplatz. Heuer erwarte man den Bewilligungsbescheid, nächstes Jahr soll die Wasserleitungsplanung und die Ausschreibung folgen. "Baubeginn und Fertigstellung ist 2016", verkündete Bauer. Der Bürgermeister hoffte, dass beim Kindergarten die Bauzeit von einem Jahr eingehalten wird. "In der Zwischenzeit sind die Kleinen in der Schule optimal untergebracht." Erschlossen sei das Baugebiet "Hintere Ziegelleite". Von neun Parzellen sind acht verkauft. Der Radweg von Pirk nach Luhe werde positiv aufgenommen. Verbunden ist er mit dem Straßenausbau ab Pischldorf: Kosten 1 168 000 Euro bei 55 Prozent Förderung. Im Juni soll die Maßnahme abgeschlossen sein.

Verkabelung vorantreiben

Die Feuerwehr Engleshof hat ein neues Fahrzeug bekommen, zudem läuft der Neubau des Feuerwehrhauses für den die Gemeinde 135 000 Euro zuschießt. Einweihung ist im Juli. Im "Webergraben" steht die Straßensanierung, verbunden mit dem Kanal, an. Außerdem entstehen fünf Bauplätze. Planung und Baubeginn kündigte Bauer für Sommer 2015 an. Er informierte, dass 83 Straßenleuchten für 31 000 Euro mit Led-Licht ausgestattet werden, für den Ausbau des Breitbandnetzes laufe das Förderverfahren an.

Josef Kammerer monierte die Bussituation am Dorfplatz, zu deren Klärung man nicht mit den Anwohnern spreche. Der Bürgermeister verwies auf das Busunternehmen, die Verkehrsbehörde am Landratsamt und die Polizei,, die maßgeblich seien. Josef Fichtner wünschte sich eine Verkabelung der Telefonleitung für das Reststück zur Ziegelhütte.

Bauer versprach, mit der Telekom Kontakt aufzunehmen. Eine Pischldorferin hatte sich schriftlich über das Laub im Kreuzungsbereich beschwerte. Die Gemeindearbeiter hätten es beseitigt. Die statistischen Daten: Pirk hat 1822 Einwohner, heuer gab es bisher 13 Geburten und 16 Sterbefälle.
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