Unter Schlitzohren

Lokales
Pirk
30.05.2015
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Betrachtet man das Bild links nur eine halbe Minute, schieben sich die ersten Kalauer in den Kopf: Wie viele von diesen Personen sind noch auf freiem Fuß? Warum war Pirk 2006 bei der Fußball-WM in Deutschland eigentlich kein Spielort? Meinte Uefa-Präsident Michel Platini jüngst diese Herrenrunde mit dem Satz "Ich bin entsetzt. Zu viel ist zu viel"?

Fragen über Fragen. Der Herr im beigen Anzug (Zweiter von rechts) klärt auf. Das Bild entstand 2005 bei der Übergabe der Münchner Allianz-Arena als WM-Spielstätte an die Fifa - exakt 365 Tage vor Beginn des als Sommermärchen in Erinnerung gebliebenen Fußballturniers. Organisiert hat es der wohl weltweit bekannteste Märchenerzähler (Zweiter von links).

Die Herren links und rechts hatten die anderen beiden miteinander bekannt gemacht und den mit Bart als "größtes Schlitzohr, das hier rumläuft", vorgestellt. "Aber das bin doch schon ich", mag sich der Kleinere gedacht haben. Wobei hier nochmal unterschieden werden muss zwischen einem Schlitzohr - einer Bezeichnung, bei der eine gewisse Sympathie mitschwingt - und jemandem, den manche für den größten anzunehmendem Alptraum des Weltfußballs halten.

"Ich war damals als Mitglied im Landessportbeirat und des Bildungsausschusses des Landtags bei diesem Essen dabei", erinnert sich das große Schlitzohr. Den Herrn, der so gut Märchen erzählen kann, hat er als "leutselig und eloquent, einen, der sich gut verkaufen kann", in Erinnerung.

Heute würde sich das ehemalige Mitglied des Bildungsausschusses nicht mehr mit dem guten Verkäufer aus der Schweiz fotografieren lassen, sagt er. "Wenn der Charakter hätte, träte er von allen Ämtern zurück."
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