Ziel erreicht, Lernen geht weiter

Sechs Schüler der gebundenen Ganztagsklasse von Dorothea Praller (hinten, Mitte) haben im Abschlusszeugnis eine Eins vor dem Komma. Vorne von links: Rico Dobler, Stefan Bauer, Julia Klier, Svenja Bäumler, Richard Panin und Jason Horn. Bild: zer
Lokales
Pirk
25.07.2015
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"Man sieht nur mit dem Herzen gut", stand auf der Einladung der Klasse 9 g zur Entlassfeier in der Josef-Faltenbacher-Mittelschule. Rektorin Elisabeth Wittmann sprach von einem großen Jahrgang, der aus der gebundenen Ganztagsklasse kommt.

Nach dem Gottesdienst mit Pfarrer Jaison Thomas ging es in der Aula zur Entlassfeier. Dort spielte Matthias Regner auf der Trompete "Ein schöner Tag". "Ihr habt in der Kirche gesungen; 'Ich gehe in die Zukunft ganz allein'. Nun geht ihr weg aus eurer vertrauten Umgebung mit den Klassenkameraden und Lehrern. Es ist eine Reise in die Ungewissheit", sagte Wittmann.

Die Rektorin sprach von einer der diszipliniertesten Klassen. "Alle waren bereit, eventuelle Defizite nachzuholen." 2 Einser- und 20 Zweierschüler haben den Quali abgelegt. Eine Vielzahl der Abgänger habe eine Ausbildungsstelle oder gehe auf eine weiterführende Schule. Weitere Glieder in der großen Schulfamilie waren die Kollegen, die Kommunen, Eltern und die Schulleitung, die sich ergänzten und schützend vor die 9 g stellten.

Ungewöhnliches wagen

"Heute wird dieser Rahmen gesprengt, ab sofort müsst ihr für einen großen Teil alleine zurechtkommen. Ihr verlasst den schützenden Raum. Das Rüstzeug für diesen Aufbruch habt ihr bekommen." Wittmann riet, dass jeder seine Chance ergreife, auch einmal etwas Ungewöhnliches zu wagen.

Lehrer Manfred Kutschker spielte auf der Panflöte, die Neuntklässler sangen auf der Empore "Ein Hoch auf uns" und mit den Gästen "Ein schöner Tag". Bürgermeister Michael Bauer sagte auch im Namen seiner Kollegen aus den Nachbarorten, dass es sicherlich nicht der letzte Lernabschnitt für die Schüler gewesen sei, aber jeder mit der richtigen Einstellung die Sache angehen solle. "Der Abschluss der Schule ist ein markantes Zeichen. Nun fällt eine Last ab. Das Ziel ist erreicht." Jedoch solle sich keiner auf den Lorbeeren ausruhen, denn die Berufswahl ist die zweitwichtigste Sache. "Davor steht die Wahl eines Partners."

Elternbeiratsvorsitzende Sabine Kagerer dankte den Lehrern für die Tipps und den Schwung, den Jugendlichen gratulierte sie zum erreichten Ziel. Nach 13 Jahren, davon sieben Jahre als Vorsitzende legte sie mit Renate Klier und Ludwig Dostler das Amt nieder. "So lange ging das nur, weil ich drei Kinder in der Schule hatte."

Klassleiterin Dorothea Praller lobte die Prüflinge, die neben guten schulischen Leistungen auch Menschlichkeit hoch gehalten hätten. "Das gelang euch gut mit viel Unterstützung der Schulleitung und der höflichen, freundlichen Atmosphäre, die hier herrscht. Die Eltern waren der zweite große Pfeiler mit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit". In zwölf Wochenstunden am Nachmittag habe man gröbere Schwächen ausgebügelt. Es gab gegenseitige Hilfe und ein menschliches Zusammenrücken wurde spürbar.

Schüler danken

Die Schülervertreter Julia Klier und Luca Röckl dankten für Vertrauen, Zuneigung und Unterstützung. An alle Lehrer die die 9 g unterrichtet hatten, überreichten die Jugendlichen Geschenke. Zum Abschluss gab es ein von den Müttern der Abschlussklasse vorbereitetes Büfett.
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