Gemeinderat vertagt Entscheidung über Umzug
Bücherei erfordert weiteres Kapitel

Politik
Pirk
07.06.2016
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Die Entscheidung über die Verlegung der Gemeinde- und Pfarrbücherei in Räume der Josef-Faltenbacher-Schule hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend vertagt. Fraktionssprecher Tobias Forster hatte den entsprechenden CSU-Antrag zurückgezogen. Bürgermeister Michael Bauer stellte den geplanten Umzug dennoch zur Diskussion.

Schule hat Eigenbedarf


Grund für die Rücknahme des CSU-Antrages war der von der Schule angemeldete Eigenbedarf für die angedachten Räume. Im Pfarrheim selbst würden die bisher als Bücherei genutzten Räume für verschiedene Zwecke benötigt, erklärte Bürgermeister Michael Bauer. Deshalb habe die Gemeinde angeboten, die Bücherei im Keller der Schule einzurichten. Dies erfordere jedoch gewisse bauliche Maßnahmen, betonte das Gemeindeoberhaupt. Ebenso müssten sicherheitsrelevante Fragen, wie die der Fluchtwege, abgeklärt werden.

Gemeinderat Martin List forderte eine klare Kostenermittlung und stellte fest, dass für Umbaumaßnahmen im Haushalt 2016 keine Mittel eingeplant seien. Bürgermeister Michael Bauer bestätigte das. Er stellte aber gleichzeitig fest, dass für die beschlossene Straßenverlängerung im Zuge der Dorfplatz-Umgestaltung ebenfalls keine Mittel im Etat enthalten seien.

Wenn die Bücherei im Keller der Schule eingerichtet werde, seien die Toilettenanlagen sehr weit entfernt, bemängelte zweiter Bürgermeister Alexander Radlbeck. Treppen würden außerdem den Zugang für Besucher mit Kinderwagen erschweren. Dies würde auch bei einer Umsetzung des CSU-Antrages zutreffen, erklärte Bauer, und sei auch bei Nutzung der Räume als Ausweichquartier des Kindergartens bekannt gewesen. Alexander Radlbeck erklärte, dass die Bücherei wie bisher beibehalten werden könne, sofern sich bei einer Verlegung Probleme ergeben. Nach langer Debatte entschied der Gemeinderat die Entscheidung zu vertagen, bis ein neuer Antrag vorliege, wie Zweiter Bürgermeister Alexander Radlbeck vielsagend anmerkte.

Leichtes Plus


Bürgermeister Michael Bauer gab das Ergebnis der Jahresrechnung 2015 bekannt. Der Verwaltungshaushalt schloss in Einnahmen und Ausgaben mit 4 792 623 Euro ab. Beim Vermögenshaushalt hat sich ein Plus von rund 104 340 Euro ergeben. Die Einnahmen betrugen etwa 2 650 050 Euro, die Ausgaben beliefen sich auf zirka 2 545 700 Euro.

Einstimmig vergab der Gemeinderat die Aufträge für die Erschließungsmaßnahmen Straßenbau, Kanal- und Wasserleitung für das Baugebiet "Pirk-Süd" an die Firma Hartinger Tiefbau in Tännesberg. Sie hatte mit 505 224 Euro das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt. Die Arbeiten sollen Anfang Juli beginnen. Der Auftrag für acht Beleuchtungskörper in der Pfarrer-Gottfried-Leibel-Straße ging zum Preis von 16 478 Euro einstimmig an die Bayernwerk AG. Sie wird auch für 7258 Euro drei neue Lampen für den Parkplatz am Friedhof aufstellen. Die Elektroarbeiten am Dorfplatz wird für 19 035 Euro die Weidener Firma Elektro Hartung ausführen.
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