Berglauf-WM
Zeus in Bulgarien dabei: "Das wird knackig"

"Durch defensives Anlaufen will ich Kraft für den oberen Bereich sparen." Zitat: Bergläufer Maximilian Zeus
Sport
Pirk
07.09.2016
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Die zwei Anstiege haben es in sich. "Das wird knackig", sagt Maximilian Zeus. Die Strecke bei der Berglauf-WM in Bulgarien hat er schon ganz genau analysiert - im Internet.

In der digitalen Welt lassen sich schon vom Schreibtisch aus Rennstrategien entwerfen. "Da wird es zur Sache gehen", sagt Maximilian Zeus über das Profil der WM-Strecke. Am Sonntag ist der junge Pirker einer von fünf deutschen Starten bei der Berglauf-WM in Bulgarien. In Sapareva Banya, einem Ort im Rila-Gebirge, 50 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia gelegen, kämpft der 21-Jährige um Zeiten und eine gute Platzierung.

"Es ist ein Lauf mit exakt 1468 Höhenmetern", berichtet Zeus und Experten wissen dann, dass es ein extrem schwerer Lauf über die Distanz von 12,7 Kilometern ist. Normal seien etwa 1200 Höhenmeter.

Zeus, der in Bayreuth studiert, sieht sich aber auch bestens vorbereitet. Den letzten Test vor der Weltmeisterschaft absolvierte er beim traditionellen Kitzbüheler Horn-Bergstraßenlauf, den er mit einem sehr guten achten Platz beendete. Seit einigen Tagen ist der Pirker jetzt in der Regenerationsphase. Am Mittwoch absolvierte er auf der Bahn in Weiden noch ein paar Tempoläufe, am Freitag startet der Flieger nach Sofia.

Etwa 150 Bergläufer aus aller Welt werden in Bulgarien starten. "Stark schätze ich die Leute aus Uganda und den USA ein", erklärt der Athlet der DJK Weiden. Auch die Italiener, traditionell starke Bergläufer, seien nicht zu unterschätzen. Er selbst will sich nicht von einem schnellen Anfangstempo verleiten lassen. "Durch defensives Anlaufen will ich Kraft für den oberen Bereich sparen."

Eine konkrete Platzierung hat er sich nicht zum Ziel gesetzt. "Auf jeden Fall will ich besser sein als in Wales." Vor einem Jahr bei seiner WM-Premiere bei den Senioren lief nicht viel im Gelände. 78. wurde er, hatte sich mehr erwartet. Damals wurden ihm vor allem die Bergab-Passagen zum Verhängnis. Solche gibt es diesmal nicht, hat er aus dem Streckenprofil herausgefunden. "Es geht nur bergauf." Eines verriet aber auch das Internet nicht: Die Beschaffenheit des Bodens. Schön fest, wär am besten. Zeus: "Ich bin kein Geröll-Fan."

Durch defensives Anlaufen will ich Kraft für den oberen Bereich sparen.Bergläufer Maximilian Zeus
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