33 Priester aus Indien als Urlaubsvertretung
Nach Stuttgart und Trier jetzt Pirk

Joshy Mathew Panamparmbil übernimmt in der Pfarrei die Urlaubsvertretung von Pfarrer Jaison Thomas. Bild: zer
Vermischtes
Pirk
29.08.2016
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Er ist jung, dynamisch und gern in Deutschland. Pfarrer Joshy Mathew Panamparmbil (33) kommt bereits das dritte Jahr als Aushilfe in eine deutsche Pfarrei.

Als Urlaubvertretung war er bereits in Stuttgart, heuer in Trier und nun vier Wochen in Pirk. Gerne nahm er das Angebot der Diözese Regensburg an, kann sich zur Unterstützung des Studiums etwas Geld hinzuverdienen. Panamparmbil vertritt Pfarrer Jaison Thomas bis zum 15. September.

Pirk kennt Aushilfspfarrer Joshy Mathew noch nicht, auch nicht Pfarrer Jaison. "Obwohl es sich herausstellte, dass wir in Indien nur 50 Kilometer voneinander getrennt aufwuchsen." Geboren ist Panamparmbil in Kottayam in der Region Kerala.

Drei Brüder


Joshy haben ihn die Eltern getauft, er trägt den Namen des Vaters als zweiten Vornamen zusätzlich. Zur Familie gehören noch zwei weitere Brüder, der Geistliche ist der Jüngste. Nach der Schule begann Panamparmbil das Theologiestudium. Ab 2006 war er als Diakon tätig, besuchte bis 2009 das Priesterseminar. 2010 empfing er in Indien die Priesterweihe.

Ein Jahr war er Sekretär des Bischofs Joseph Powathil in seiner Heimatregion. Dann wechselte er als Kaplan in die Diözese Changanacherry. Die Entscheidung, ein weiterbildendes Studium zu beginnen, kam 2013, als er sich in Rom an der Universität für die Fächer Religionspädagogik und Theologie einschrieb. Mittlerweile hat er das sechste Semester hinter sich, die Zwischenprüfungen in italienischer Sprache abgelegt. Zusätzlich lernte er ein Jahr Deutsch. Nun will er promovieren.

Aktuell will er sich Pirk anschauen, die Menschen kennenlernen. Panamparmbil hat kein Auto, ist auf Hilfe angewiesen. "Das Personal und die Helfer in der Kirche betreuen mich hervorragend, so komme ich auch zum Gottesdienst nach Enzenrieth", lobt er die Pirker.

Die Predigten verfasst er in deutscher Sprache und wie man hört, verstehen die Besucher ihn schon recht gut. Ein Ausflug führte Panamparmbil mit weiteren zehn Priestern, die allesamt in Rom studieren, nach Bamberg. Mit dabei war auch ein Kollege, der derzeit in Stulln aushilft.
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