Gedächtnisausstellung für Wilfried Schneeberger
Die klare Hand des Architekten

Für ein Wochenende standen die Bilder von Wilfried Schneeberger noch einmal im Mittelpunkt einer Ausstellung. Im Gewölbesaal zeigten die Pirker Kulturfreunde die Werke des Malers und Architekten. Zur Vernissage war auch die Familie des 2009 verstorbenen Weideners gekommen. Bild: bey
Vermischtes
Pirk
14.11.2016
26
0

"Momentaufnahmen der Welt, die Wilfried Schneeberger umgab", so umschreibt die Weidener Stadtarchivarin Petra Vorsatz das, was die Ausstellungsbesucher im Gewölbesaal sehen. Dort haben die Kulturfreunde Pirk für ein Wochenende 70 Bilder des Architekten ausgestellt.

Schneeberger war 2009 mit 85 Jahren gestorben. Mit beeindruckenden Worten beschrieb Petra Vorsatz die Aquarelle des Künstlers. Zuvor hatte Herbert Schneider, zweiter Vorsitzender der Kulturfreunde, die Vernissage eröffnet. Mit dabei auch Leni Schneeberger, Witwe des Malers, sowie die Töchter Christina Ruile, Barbara Schneeberger und Andrea Raimund.

"Ich hätt' eine Frage...?"


Petra Vorsatz erinnerte sich noch recht gut an Wilfried Schneeberger, aber vor allem an dessen Worte beim Betreten ihres Büros: "Frau Stadtarchivarin, ich hätt' eine Frage..." Dies sei immer Ausgangspunkt für viele interessante Gespräche über Bauten in der Stadt Weiden oder auch stadthistorische Inhalte gewesen. Wobei das Miteinander und der unterschwellige Humor Schneebergers in Erinnerung bleiben, erzählte die Archivarin. Die Werke Schneebergers seien "Momentaufnahmen der Welt, die ihn umgab". Die Bilder seien ein Spiegel der Interessen des Malers und Ausdruck der Freude, die er beim Malen empfand. Seine Technik des Aquarellmalens verdiene Bewunderung, betonte Vorsatz. Die Bilder Schneebergers zeigen zum einen luftige Landschaften, zum anderen Gebäude mit klaren Umrissen und festen Linien. "Hier wird die Hand des Architekten sichtbar", meinte Vorsatz. Bei den Farben seien zwei Welten erkennbar: Heiter, beschwingt und freundlich, aber auch ernste, dunkle oder erdfarbene Töne. Die Zeichnungen und Schattenbilder seien eine weitere Facette Schneebergers umfangreichen Kunstschaffens.

Erlös für Kinderkrebshilfe


Darüber hinaus habe der Maler die Perspektive bestens genutzt. Die Stillleben seien beruhigend. Es sei aber auch interessant, wie Schneeberger Profanes in den Mittelpunkt gerückt habe. Das Positive der Gedächtnisausstellung sei, dass die Menschen erneut die Kunst Schneebergers präsentiert bekommen. Die Bilder seien geeignet, um die Seele baumeln zu lassen. Im Angesicht der ausdrucksstarken und bewegenden Bilder könne man meinen, Wilfried Schneeberger sei unter uns, schloss die Stadtarchivarin ihre Laudatio. Die Bilder standen zum Verkauf. Der Erlös geht nach dem Wunsch Leni Schneebergers in voller Höhe an die Kinderkrebshilfe Oberpfalz-Nord. Die Gruppe "Gloryus" umrahmte die Vernissage.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.