Geh mit Gott
Karl Prell stellt neuen Kirchenführer vor

Schön illustriert, fundiert erklärt: Karl Prells Kirchenführer enthält auch für religiös weniger Interessierte Wissenwertes zur Pirker Geschichte und zur Volksfrömmigkeit im Landkreis-Süden. Bild: Schönberger
Vermischtes
Pirk
12.10.2016
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So viel Information, da kommt eben der gelernte Pädagoge durch: Karl Prell hat ein 144-seitiges Werk geschrieben, das Kirchenführer, Lesebuch, Meditationshilfe, Geschichtsbuch und Wanderführer in einem ist. Nicht nur für Pirker Katholiken.

Den Gedanken zu diesem Querschnitt durch die Geschichte der Pfarrei und die Volksfrömmigkeit rund um Pirk trug der frühere Biologie- und Chemielehrer am Kepler-Gymnasium seit 2014 mit sich. Damals hat er ein Buch über die Auferstehungskirche veröffentlicht. Das hat ihn auf die Idee gebracht, die religiösen Symbolik seiner Heimat noch einmal intensiver auszuleuchten.

"Es gibt allein 11 Darstellungen von Schutzpatronen in der Marienkirche und den Kapellen in den Ortsteilen. Dazu kommen über 40 Feldkreuze und Marterln", erklärt der Autor. Prell stellt sie alle vor, samt Legenden, Attributen und Bauernregeln, die um ihr Wirken kreisen. Prell erläutert auch Hintergründe, warum sich welche Figur an einem bestimmten Platz befindet. Zum Beispiel der heilige Ägidius, der Namenspatron des früheren Pfarrers Egid Mühlbauer. Der Geistliche hat 1993/94 bei der Innenrenovierung der Marienkirche drei Heiligenbilder anbringen lassen: Wolfgang, Elisabeth und eben Ägidius. Weshalb gerade die, erläutert Prell schlüssig und prägnant.

Ebenso listet er Feldkreuze auf und erklärt die Gelübde und Geschichten dahinter. Bei einem hat Prell die verblichene Inschrift sogar im Regensburger Diözesanarchiv recherchiert.

Der dritte Teil des Buches dient als Anregung für Sonntagsspaziergänge. Der stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende stellt fünf Routen rund um die Gemeinde vor. Sie sind zwischen 6,5 und 7 Kilometer lang. Auf einer Karte sind die einzelnen Bildstöcke und Kapellen am jeweiligen Rundweg eingezeichnet. Durch den Hauptort schlängelt sich der "Pirker Marienweg". Prell hat die einzelnenen Stationen illustriert und Gebete oder Lieder dazugestellt. Nebenbei hat der fromme Heimatkundler einen Beitrag zur Ortsverschönerung geleistet. Während seiner Recherchen animierte er Hausbesitzer dazu, leere Nischen an Fassaden wieder mit Marienstatuen zu besetzen oder verschwundene Feldkreuze zu restaurieren und neu aufzustellen.

VerkaufsstellenDas Buch heißt "Stationen und Zeugnisse frommen Glaubens in der Pfarrei Pirk". Herausgeber sind die Kulturfreunde Pirk um Dr. Hermann Schwab. Sie haben Prells Arbeit zusammen mit der Raiffeisenbank und der Georgsapotheke in Rothenstadt finanziert. Um alles andere - Texte, Layout, Fotos - hat sich das Ehepaar Karl und Rosa Prell selber gekümmert. Das Werk ist in einer Auflage von 200 Exemplaren erschienen und kostet 19,50 Euro. Es ist bei der Gemeinde, in der Raiffeisenbank, in der Rothenstädter Apotheke und in der Metzgerei Gmeiner erhältlich.
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