Gemeinderat Pirk vertagt Entscheidung
Wohin mit dem Spielplatz?

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Pirk
06.06.2016
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Die Entscheidung über die Errichtung eines Kinderspielplatzes ist vertagt. Noch einmal soll versucht werden, mit der Katholischen Kirchenverwaltung über die Nutzung des Grundstückes neben der Kirche beim neuen Kindergarten eine Einigung zu erzielen.

Dies hatte der CSU-Ortsverband Pirk angeregt. Mit 7:6 Stimmen erhielt dieser Antrag eine Mehrheit. Mit jeweils 6:7 Stimmen wurden die Gesuche der Freien Wähler auf Errichtung des Spielplatzes auf der "Lehrerwiese" und der SPD zum Bau des Kinderspielplatzes im Bereich des Wendehammers im neuen Baugebiet "Pirk Süd" abgelehnt. Das letzte Wort dürfte damit aber noch nicht gesprochen sein. Bürgermeister Michael Bauer hatte in der Debatte deutlich erklärt, dass die Katholische Kirchenverwaltung den Spielplatz auf ihrem Grundstück nicht befürwortet. Zweiter Bürgermeister Alexander Radlbeck aber will mittlerweile eine andere Einschätzung erfahren haben.

Bauer berichtete, die Wünsche und Vorstellungen der einzelnen Fraktionen "abgearbeitet" zu haben. Bei der Umsetzung des Vorschlages der SPD, den Spielplatz unter der Hochspannung im Baugebiet "Pirk Süd" zu errichten, müsse der Bebauungsplan geändert werden. Zudem müssten Ausgleichsflächen eingebracht werden. Der Standort beim Kindergarten, bevorzugt vom CSU-Ortsverband Pirk, werde von der Kirchenverwaltung nicht befürwortet. Beim Wunschgrundstück "Lehrerwiese" der Freien Wähler seien zwei Schreiben von Anwohnern bei der Gemeinde eingegangen, die das Vorhaben ablehnen. In einer Anwohnerversammlung haben laut Gemeindeoberhaupt mehrere Bürger ihre Zustimmung konkret abgegeben. Insgesamt stelle sich für die Gemeinde Pirk die Frage, ob der Spielplatz überhaupt gewollt werde, so der Bürgermeister.

Einstimmig abgelehnt


Die Behauptung Dieter Schwabs, die Kontakte der Gemeinde Pirk zur Kirchenverwaltung seien schlecht, wies Bauer zurück. Das Gemeindeoberhaupt machte nochmals deutlich, dass die Entscheidung der Kirchenverwaltung, die Errichtung des Kinderspielplatzes im Bereich der Kirche abzulehnen, einstimmig getroffen worden sei.

Lorenz Gebert sah im Bau eines Spielplatzes an der Kirche die Kinder "an den Rand der Gemeinde gestellt". Er plädierte eindeutig für die "Lehrerwiese". Martin List nannte dieses Areal zu attraktiv, um darauf einen Kinderspielplatz zu errichten. Noch einmal wiederholte er seinen Antrag, die Ausgleichsfläche in "Pirk-Süd" zum Kinderspielplatz zu machen. Der Bürgermeister sprach sich klar für die "Lehrerwiese" als Standort aus. Die an die CSU-Fraktion gerichtete Frage, warum keine Äußerung zu diesem Vorschlag komme, blieb unbeantwortet.

Zur Abstimmung standen drei Anträge. Der Antrag der Freien Wähler auf Errichtung des Spielplatzes auf der "Lehrerwiese" unter Einbeziehung verkehrsregulierender Maßnahmen wurde mit 6:7 Stimmen abgelehnt. Mit 7:6 Stimmen beschloss der Gemeinderat, nochmals mit der Katholischen Kirchenverwaltung das Gespräch zu suchen. Mit 6:7 Stimmen lehnte der Gemeinderat den Antrag der SPD zur Errichtung des Spielplatzes auf der Ausgleichsfläche des Baugebietes "Pirk-Süd" ab.
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