Musical in Auferstehungskirche
Daniel lebt!

Daniel (Michael Reil) schläfert die Löwen in der Grube ein. Das Musical "Die Schrift an der Wand" von Hella Heizmann und Getrud Schmalenbach in der Auferstehungskirche war ein großer Erfolg. Bild: zer
Vermischtes
Pirk
22.10.2016
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Ein rauschendes Festgelage auf den Altarstufen. Eine geheimnisvolle Schrift an der Kirchenwand. Gefährliche Raubtiere im Kirchenraum. Hat man so was schon gesehen?

(zer) Nein, so etwas hatten die Pfarrkirche und die Pirker Bevölkerung noch nicht gesehen. Die Besucher strömten zahlreich zu den beiden Aufführungen des Musicals "Die Schrift an der Wand" von Hella Heizmann und Getrud Schmalenbach am vergangenen Wochenende.

Geladen hatte die Kindertagesstätte zum Heiligen Martin. Geplant, inszeniert, organisiert und monatelang geprobt hatten dafür das Kindergarten-Team um Leiterin Eveline Fritsche und Erzieherin Elke Bieber. Dorle Praller übte mit den jugendlichen Schauspielern aus der Schule und vom Kirwaverein und Kerstin Kiener probte mit der "Musicalband" und den kleinen und großen Sängern. Um die hundert Akteure und Helfer im Alter von drei bis 70 Jahren bestaunten das musikalische Projekt.

Dorle Praller stand am Ambo als Erzählerin. Mit ihren ersten Sätzen zog sie die kleinen und großen Besucher in den Bann. Sie nahm sie mit auf die Reise in die babylonische Zeit zu einem König namens Belsazer, der in Saus und Braus lebte. So begannen die kleinen Akteure des Kindergartens mit einer Marktszene und dem passenden Lied dazu. Sie kauften, verkauften und sangen. Als der König, gespielt von Thomas Kick, mit seinem Gefolge auftrat, verwandelte sich die Szene in ein rauschendes Fest. "Feiern und Tanzen" sangen die Kleinen und prosteten sich aus goldenen Gefäßen zu, bis plötzlich wie von Geisterhand eine Schrift an der Wand erschien. Die Gelehrten, gespielt von Schülerinnen der Josef-Faltenbacher-Mittelschule, konnten diese dem König nicht deuten.

So ließ dieser auf Rat seiner Mutter, gespielt von Steffi Reil, Daniel holen. Dieser erschien zu den Klängen des Songs "Das ist der Mann, der alles kann" und alle Finger der Kindergartenkinder zeigten auf ihn. "Mene, mene tekel upharsin - gewogen und zu leicht befunden", so deutete Daniel, mit viel Herzblut gespielt von Michael Reil, die unheimliche Schrift.

Die Prophezeiung ging in Erfüllung, der König wurde ermordet und sein Nachfolger Darius kam an die Macht. Thomas Kick spielte eine Doppelrolle und konnte auch den zweiten König überzeugend darstellen. Die neidischen Minister, gespielt von Markus Reil und Kathrin Voit, stellten mit List und Tücke Daniel eine Falle und so wurde dieser in die Löwengrube gestoßen. Da war wieder einmal der Einsatz der Kindergartenkinder gefragt: So kroch eine gefährliche Meute Löwen zu den Klängen des Löwensongs durch die Kirche zur Grube, um dann anstatt Daniel zu fressen, lieber zu schlafen.

Kleine Kindergarten-Engel hatten über sein Leben gewacht. So sangen alle Beteiligten zum Finale des Musicals "Daniel lebt!" und endeten mit einem kräftigen "Halleluja".
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