Schlüssel mit 54 Namen
Bischof Rudolf weiht neuen Kindergarten in Pirk ein

Bischof Rudolf Voderholzer war zur Segnung des neuen Kindergartens nach Pirk gekommen. Bilder: zer (2)
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Pirk
11.07.2016
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Architekt Armin Juretzka übergab einen großen Schlüssel mit den Namen aller Kinder an Leiterin Eveline Fritsche.

Großer Tag für Pirk: Nach der Firmung am Vormittag weiht Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Nachmittag den neuen Kindergarten "Zum heiligen Martin" ein.

Die Kinder sangen: "Willkommen hier in unserem Haus". Im Eingangsbereich des Kindergartens freute sich Pater Jaison Thomas: "Die Zukunftsinvestition ist gelungen". Es sei ein kleiner, aber feiner Kindergarten mit 54 jungen Bewohnern entstanden. 8 Erzieherinnen sorgten dafür, dass die Kinder all das erfahren, was sie brauchten, um sich kreativ zu entwickeln.

Aber zunächst segnete der Bischof die Kinder. Jedem Buben und jedem Mädchen legte er die Hand auf. Er segnete auch das Kreuz, das nun den Eingangsbereich des Kindergartens zieren wird. Es vereint alle Farben der Menschen und Völker der Erde. Anschließend ging der Oberhirte mit Pater Jaison durch alle Räume, besprengte sie mit Weihwasser und Weihrauch.

Zweckmäßig, funktionell


Für Bürgermeister Michael Bauer ist der Neubau zweckmäßig, zeitgemäß und funktionell gut gelungen. Das gute Miteinander im Gemeinderat habe sich in den Kirchengremien in offenen und vertrauensvollen Gesprächen fortgesetzt. Gerne habe die Kommune die Kinder während der Bauarbeiten in der Volksschule einquartiert.

Regierungsrat Reinhold Demleitner von der Förderstelle der Regierung der Oberpfalz hatte "Rico" mitgebracht. Um die zwölf Seiten lange Rede abzukürzen und die Kinder nicht zu langweilen, hielt er ein Zwiegespräch mit der Handpuppe.

Beruf und Kind


Er freute sich, dass es die Gemeinde Pirk in Zusammenarbeit mit der Pfarrei in kurzer Zeit geschafft habe, mit einem großen finanziellen Aufwand ein bedarfsnotwendiges und zeitgemäßes Kinderhaus mit Krippe und Kindergarten zu schaffen. "Natürlich hat die finanzielle Unterstützung des Freistaates sicher keine unbedeutende Rolle bei der Realisierung gespielt", wusste "Rico". Und Demleitner ergänzte, dass viele Frauen berufstätig seien und auch Kinder wollten. Ihre Lebensplanung laute Beruf und Kind. "Wir benötigen eine Infrastruktur, die den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht." Einen großen Schlüssel hatte Diplomingenieur Armin Juretzka mitgebracht. Jedes Kind hatte im Vorfeld ein Band mitgebracht, das an den großen Schlüssel angeheftet worden war. Der Planer überreichte den Schlüssel an die Leiterin Eveline Fritsche und anerkannte, dass die Erzieherinnen eine verantwortliche und anspruchsvolle Aufgabe hätten: die kleinen Menschen auf den Ernst des Lebens vorzubereiten.

So sei auch der Neubau ein hoher Anspruch gewesen, architektonisches Ambiente zu gestalten, das den Bedürfnissen der Kinder entspreche, sie fördere und fordere und ihnen gleichzeitig genug Raum lasse, sich zu entfalten. "Unser Konzept sollte beinhalten, dass die Räume reizarm und warm wirken. Dazu trägt das Farbsystem bei, mit abgestuften Grau- und Beigetönen, mit Gelb- und Blautönen als Leitfarben." Die neue Farbe heiße künftig "greige" (grau-beige).

Musik machte Kerstin Kiener, es sangen die Chorkids, und die Flötengruppe bat die Gäste herein: zum Tag der offenen Tür für alle.
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