Eröffnungskonzert des 22. Osterfestivals Nördliche Oberpfalz in der Stadtpfarrkirche St. ...
Hymnische Klänge und Gesänge

Der Männergesangverein 1895 Pleystein eröffnete zusammen mit den Bläsern von BRASSextrem das 22. Osterfestival Nördliche Oberpfalz . Bild: Reinhold Tietz
Kultur
Pleystein
21.03.2016
73
0

Zum 22. Mal eröffnete das "Osterfestival Nördliche Oberpfalz" mit einem Konzert.

Die vielen Besucher in der Stadtpfarrkirche warten gespannt auf den Auftritt des Ensembles "BRASSextrem". Es widmet sich der Klassik ebenso wie dem Pop, spielt Originalkompositionen wie Bearbeitungen, fühlt sich in jeder Stil- und Musikrichtung wohl. Die Herren des Blechbläserquintetts treten vor den Altarraum. Georg Hiemer (Trompete), Jakob Hiemer (Tuba), Sebastian Neuhauser (Posaune), Christopher Neuhauser (Horn) sowie Martin Ehlich (Trompete) eröffnen mit dem feierlichen "Einzug der Königin von Saba" von Georg Friedrich Händel im Arrangement von Josef Lang jun. wohlklingend die Programmfolge. Bestechend der exakte Zusammenklang, erfrischend der daraus resultierende Wohlklang.

Starke Männerstimmen


Dann setzt der andere Träger des Konzerts die Vortragsfolge fort. Der Männergesangverein 1895 Pleystein, eine kulturelle Stütze der Stadt in vielfältigen Veranstaltungen, lobt die "Heimat", wie ihr Simon Breu in liebenswerten Tönen ein Denkmal gesetzt hat. Alexander Völkl leitet umsichtig die Männerstimmen zu gemeinsamem Empfinden und Darstellen.

Verschiedene Stimmungen


Jetzt wieder die Bläser mit der "Canzona per Sonate No.1" von Giovanni Gabrieli. Auch sie beeindruckt in ihrer hymnischen Gestaltung. Der Chor widmet sich Franz Schuberts Lied für Männerchor "Die Nacht" D 983 C, das in dieser Vertonung und Vortragsweise nur angenehm bestätigt - "Wie schön bist du" -, was der Text besagt. Nach langsamer Einleitung folgt das Allegro aus dem "Concerto B-Dur" von Georg Friedrich Händel im Arrangement für Bläserquintett vom Trompeter Georg Hiemer. Beschwingt und rasch wird der Satz gespielt. Das "Schifferlied" von Friedrich Silcher ist dagegen von getragener Grundhaltung bestimmt, welche die "Wogen" im Gesang darstellt, aber die ruhig gleitenden, nicht die stürmischen. Und erneut kommen die Bläser und stimmen das "Ave Maria" von Giulio Caccini an, das Georg Hiemer mit feinem Gespür für lang gehaltene Töne, über denen die Melodie schwebt, eingerichtet hat. Eine mitreißende Interpretation!

Eine eigene Komposition von Hiemer folgt. " Friends" klingt wie eine musikalische Bestätigung der Art, wie Freunde miteinander umgehen sollten, nämlich verständnisvoll und Streit vermeidend. Der Männerchor freut sich mit Simon Breu und dessen Vertonung "Sonntag ist's". Diesem Tag wird zu Recht festlicher Charakter vermittelt. Ein Bläsersatz von Max Reger folgt, in dem der Komponist das "Schweigen" mit musikalischen Mitteln darstellt. Schließlich beendet der "Amor-Marsch" von Johann Strauß das offizielle Programm. Jeweils eine Zugabe gestalten der Männerchor und das Bläserquintett.

Ein würdevoller Auftakt einer bemerkenswerten Veranstaltungsfolge. Das finden alle Besucher und klatschen begeistert Beifall.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.