"Mission Böhmisch" und Pleystoiner Bläser" vor vollem Bachofnersaal
Böhmischer Traum

Die Bläser von "Mission Böhmisch" bereiteten dem Publikum mit ihrer Böhmischen Musik einen wundervollen Abend. Bild: bey
Kultur
Pleystein
30.10.2016
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Wer sich dieses musikalische Ereignis mit zwei Kapellen auf den Bühnen gegönnt hatte, bereute es nicht. Stürmischer Beifall und Bravorufe nach jedem Stück zeigten die Begeisterung der Gäste. Dank der Zugaben der Bläser von "Mission Böhmisch" blieben die Gäste weit über Mitternacht.

Der Bachofnersaal war restlos ausverkauft. Der Böhmische Abend war etwas Besonderes. Es spielten "Mission Böhmisch" und die "Pleystoiner Bläser". Das Publikum zeigte seine Liebe für Egerländer Musik und Böhmische Klänge und applaudierte begeistert. Nahtlos sollte der Übergang zwischen den beiden Bands vonstatten gehen. Deshalb spielten die Gastgeber auf der Theaterbühne und "Mission Böhmisch" im Anschluss auf einer Bühne an der Stirnseite des Saales. Bereits weit vor dem Auftritt der Musiker waren die Plätze voll belegt.

Die "Pleystoiner Bläser" und ihr Leiter Markus Schulz schenkten den Besuchern als Willkommensgruß musikalisch "Zwei Rosen". Im Polkatakt entführten sie ihre Zuhörer dann "in die Weinschänke". Vielleicht war ja dann der Wein ein "Sorgenbrecher". So hieß zumindest die nächste Polka. Natürlich fehlte bei den "Pleystoiner Bläsern" nicht ihr Paradestück des "Böhmischen Traums", der das Publikum nicht mehr auf den Plätzen halten konnte. "Mission Böhmisch" unter der Leitung von Daniel Käsbauer eröffnete seinen Programmteil mit dem Marsch zu Ehren der "Kaiserin Sissi". Dann legten Patrick Oroudji und Diana Ferenz ihre Instrumente beiseite und gaben eine erste Kostprobe ihres gesanglichen Könnens. Schon diese wurde viel umjubelt.

Florian Forster, gebürtiger Pleysteiner und erster Tubist, führte charmant durch das Programm. Es war von vielen Kompositionen des Pleysteiners Pascal Fürnrohr, von Daniel Barth und von Käsbauer geprägt. Mit "What a wonderful World" zeigte "Mission Böhmisch" ihre musikalische Kompetenz weit über das typische Genre hinaus. Geschickt baute die Gruppe ihre eigenen Musiker als Solisten in das Programm ein.

Doch was wäre ein Böhmischer Abend, ohne dem eigentlichen Urvater dieser Musikrichtung zu huldigen? Mit einem "Ernst-Mosch-Medley" erfüllte "Mission Böhmisch" viele geheime Wünsche der Besucher. Als gegen Mitternacht die Kapelle die Polka "Wer hat denn die Uhr verdreht" von Käsbauer präsentierte, hätte mancher Besucher gerne die Zeit zurückgedreht. Nach mehreren Zugaben war dann ziemlich genau um 0.30 Uhr der "Böhmische Abend" zu Ende, der dank aller Mitwirkenden eher zu einer wunderbaren "Böhmischen Nacht" geworden war.
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