Nach 2000 Jahren noch aktuell

Kultur
Pleystein
09.12.2015
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Diese Geschichte wird niemals zu Ende erzählt sein. Sie hat die Menschen schon immer fasziniert und wird auch in der Zukunft Werte für das tägliche Leben und den Umgang miteinander vermitteln.

Die Weihnachtslegende von Ludwig Thoma verliert nie ihren Anspruch, das Weihnachtsfest in besonderer Weise anzukündigen. Diese Geschichte im Oberpfälzer Dialekt zu hören, ist die absolute Krönung. Richard Gabler faszinierte mit der "Heiligen Nacht" in der voll besetzten Kreuzbergkirche wieder die Besucher. Und der Erzähler war mit seiner über 2000 Jahre alten Geschichte sogar topaktuell, denn auch in der Zeit der Geburt Jesus Christus suchten die Menschen eine schützende Unterkunft.

Lebendige Erzählung


Die "Pleysteiner Sänger" hatten nach dem einmaligen Erfolg des vergangenen Jahres wieder zur "Heiligen Nacht" eingeladen. Gablers bekannt lebendige Erzählung, der festlich illuminierte Kirchenraum, die Pleysteiner Sänger mit Leiter Michael Götz und die Musikgruppe mit Leiterin Marina Götz waren Garant für den sehr guten Besuch. Gabler verstand es wieder, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Das begann mit dem ersten Satz seiner Geschichte: "Jetzt Leutln, jetzt lassts amol zua."

Dann beschrieb der Regensburger den Zimmermann Josef aus Nazareth, natürlich auch Maria, die letztlich wegen eines Aufrufes des Rentamtes zur Volkszählung müssen. Es ist die Ausdrucksweise Thomas, der so die Geschichte der Bibel umsetzt. Wenn Gabler erzählte, herrschte Stille im Kirchenraum. Nur Musik- und Gesangsbeiträge hatten den Vortrag sanft unterbrochen.

Als der Erzähler in seiner Geschichte der Geburt Jesus Christus nahe kam, stimmte die Orgel mit ein. Johann Walbrunn als Sprecher der Pleysteiner Sänger beschrieb in seiner Schlussansprache Gabler als "Menschen, den man erleben muss". Mit stürmischem Beifall dankte das Publikum für diese einmalige Erzählung der Weihnachtsgeschichte, natürlich auch den "Pleysteiner Sängern" und der Musikgruppe für die Umrahmung der "Heiligen Nacht".

Stille Zeit


Pater Reinhold Schmitt als Hausherr der Kreuzbergkirche beschrieb den Advent als "Ankündigung eines neuen Jahres". Es sei auch die stille Zeit, die in den Menschen selbst angekommen sein sollte.
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