Anlieger fordern Pflegemaßnahmen oder Entfernung
Stadtrat sägt nur wenig am Birnbaum

Das Wohnhaus (rechts) ist nach Ansicht der Eigentümer durch den Birnbaum gefährdet. Zumindest sorgen herabgefallene Früchte für Rutschgefahr. Der Stadtrat lehnte eine Beseitigung des Baums jedoch ab. Bild: bey
Lokales
Pleystein
15.10.2015
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Der Birnbaum an der Rückseite des Rathauses an der Ecke Neuenhammer Straße/Steingasse hat bereits mehrere Generationen Stadträte beschäftigt. Doch der Baum - mittlerweile in die Jahre gekommen - hat bislang allen Stürmen und Widerständen aus der Bevölkerung getrotzt. Jetzt haben sich die Eigentümer eines Hauses gegenüber des Baums mit einem ausführlichen Schreiben an die Stadt gewandt.

Riesiger Kostenaufwand

Sie fordern Pflegemaßnahmen oder gar die Entfernung. Als schlimmstes Szenario haben die Eigentümer Schäden am Haus mit einem eventuell notwendig werdenden Abbruch mit anschließendem Neubau dargestellt. Sie nennen dafür einen Kostenaufwand von 2,1 Millionen Euro.

Die Anlieger erkennen in dem Birnbaum "eine Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung". Sie begründen dies mit herabfallenden Ästen und Birnen, die eine Rutschgefahr darstellten. Der Baum sei außerdem mittlerweile "recht schief" geworden, so dass bei Blitzeinschlag und Windbruch eine Gefahr für das Haus ausgehe.

Prägend für Stadtbild

Wenn dann tatsächlich Schäden am Gebäuden entstehen, die nicht mehr zu reparieren seien, würden die Anlieger den Schaden von einem Sachverständigen schätzen lassen. Dann stünde der Betrag von 2,1 Millionen Euro für Abbruch und Wiederaufbau im Raum.

Helmut Rewitzer nannte den Birnbaum "prägend" für das Stadtbild. Sein Kollege Werner Ries hingegen würde vor seinem Haus einen derartigen Baum auch nicht haben wollen. Stefan Voit bot an, mit seinem technischen Gerät bei der Birnenernte behilflich zu sein, sofern im Kindergarten St. Elisabeth daraus wieder Fruchtsaft gemacht werden solle.

Mit 10:1 Stimmen lehnte der Stadtrat die Beseitigung des Baums ab. Das Gremium einigte sich aber darauf, durch einen Sachverständigen prüfen zu lassen, welche Äste zu beseitigen sind.
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