Appetit auf Geologie

Die internationale Studentengruppe war am Montagabend mit Professor Dr. Harald G. Dill auf dem Marktplatz. Bild: tu
Lokales
Pleystein
06.05.2015
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Momentan haben sich Geologiestunden in Pleystein einquartiert. Um ihnen möglichst viel zu vermitteln, greift Professor Dr. Harald G. Dill zu kulinarischen Mitteln.

Für fünf Tage haben sich der Professor, ein Dozent sowie 25 Studenten der Mineralogie, Lagerstättenkunde sowie Geologie Pleystein als Domizil und als Ausgangspunkt für ihre Geo-Exkursion in der Region auserkoren. Die Studenten kommen aus Tschechien, Finnland, den Niederlanden, der Slowakei und Deutschland (TU Freiberg).

Professor Dill von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover ist ein gebürtiger Oberfranke. Zum Start des Lehrgangs am Montag hielt er im Stadtmuseum eine zweieinhalbstündige Vorlesung über die Vererzung am Westrand der Böhmischen Masse. Abends gab es als kulinarischen Einstieg Schweinebraten mit Knödel und Bier.

Am Dienstag ging es unter anderem um die Pegmatite und Aplite der Hagendorf-Pleysteiner Pegmativprovinz. Weitere Stationen in den kommenden Tagen sind die Spezialsandvorkommen der Firma Strobel in Freihungsand, die Kaolinlagerstätten der Amberger Kaolinwerke in Hirschau, das Tiefbohrprojekt in Windischeschanbach und die Kaolinlagerstätten der Firma Imrys auf dem Tirschenreuther Granit. Nicht fehlen darf ein Besuch in einer Zoiglstube.

"Auf engem Raum kann man den Studenten die Beziehung zwischen der Mineralogie, Gesteinsentwicklung und der Formung der Landschaft erklären. Es ist die erste internationale Exkursion dieser Art. Je besser die kulinarischen Besonderheiten einer Region sind, umso mehr behält man die geologischen Gegebenheiten im Gedächtnis. Ich selber kann auf fast 40 Jahre Essen und Geologie zurückblicken, und beides geht durch den Magen", sagte Professor Dill mit humorvollem Unterton.
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