Bebauungsplan nimmt Form an

Sozusagen in den Startlöchern steht der Bau des neuen Gebäudes der Tagespflege "Herbstsonne" neben der Kreisstraße NEW 32. Grundrisse sind bereits abgesteckt, eine Versorgungsleitung gelegt. Bild: bey
Lokales
Pleystein
15.04.2015
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Das Verfahren zum Erlass des Bebauungsplans "Ziegeltrath" geht in die letzte Runde. Der Stadtrat würdigte in der Sitzung am Dienstag nochmals die Stellungnahmen und Anregungen der Träger öffentlicher Belange.

Ebenso befasste sich der Stadtrat mit privaten Einwendungen, die inhaltlich aber nicht dem Bauleitverfahren zuzuordnen sind. Geschäftsleiter Günter Gschwindler trug dem Gremium vor, dass das Landratsamts Neustadt/WN angeregt hatte, die ausgewiesenen Parkplätze in den Bebauungsplan mit aufzunehmen. Diesem Wunsch kam der Stadtrat nach.

Die privaten Einwände bezogen sich erneut auf die fehlende Festlegung von Öffnungszeiten der Tagespflege "Herbstsonne" nach Fertigstellung der Einrichtung. Diese Termine seien nicht Teil der Bauleitplanung, sondern könnten eventuell in einer Baugenehmigung der Landkreisbehörde festgelegt werden, erklärte Gschwindler.

Festgelegtes Gebiet

Dies werde erforderlich, obwohl das Vorhaben in einem durch einen Bebauungsplan festgelegten Gebiet errichtet werde. Grund dafür sei eine Bestimmung der Bayerischen Bauordnung, die eine ausdrückliche Genehmigungspflicht für sogenannte Sonderbauten enthält, erklärte der Geschäftsleiter. Die Frage eines Betroffenen, warum trotz angeblicher Einhaltung von Lärmrichtwerten kleinere Fenster eingebaut würden, sei mit dem eigenen Schutz des Bauherrn vor Straßenlärm zu beantworten.

Gschwindler machte nochmals deutlich, dass das Ergebnis eines Lärmschutzgutachtens keine Benachteiligungen für Angrenzer aufzeigt. Erneute hatte der Pleysteiner die Problematik des Mähens eines Hangs am Baugrundstück genannt. Eigentümer des Hangs ist laut Geschäftsleiter die Stadt.

Gschwindler wies gleichzeitig auch auf die Einhaltung von Abstandsflächen von Hecken und Sträuchern auf dem Grundstück des Einwendungsführers zur Grundstücksgrenze hin. Einstimmig beschloss der Stadtrat die erneute verkürzte Auslegung der Pläne. Dem Neubau einer 20 kV-Schaltstation am Finkerhammerweg durch die Bayernwerk AG steht nichts entgegen. Der Stadtrat erlaubte das Vorhaben.

Totale Kernfäule

Bürgermeister Rainer Rewitzer legte Fotos vor, die deutlich zeigten, dass ein gefällter Baum am "Bartlmühlweg" von einer totalen Kernfäule befallen war. Die Beseitigung war notwendig, um Unfallgefahren auszuschließen. Ein besorgter Bürger hatte bei der unteren Naturschutzbehörde Bedenken gegen das Fällen des Baums vorgebracht, die wegen des Zustands unbegründet waren.
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