"Botschafter göttlicher Freude"

Die Geistlichen zogen feierlich in die Stadtpfarrkirche St. Sigismund ein. Bild: bey
Lokales
Pleystein
15.09.2015
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Seit 50 Jahren sind die Sales-Oblaten in der Stadt Pleystein in der Seelsorge tätig. Am Sonntag feierte die katholische Pfarrgemeinde in einem Festgottesdienst diesen jahrzehntelangen geistlichen Beistand.

Die weltlichen und kirchlichen Organisationen der Großgemeinde sowie die Stadtspitze zeigten ihre Verbundenheit und Dankbarkeit gegenüber dem Orden der Sales-Oblaten mit einem Kirchenzug. Stadtpfarrer Pater Hans Ring, Dekan Alexander Hösl, die Patres Alfred Blödt, Alois Bachinger und Thomas Mühlberger zogen vom Hauptportal in die Kirche ein.

Stadtpfarrer Ring erinnerte an die Anfangszeit der Salesianer in Pleystein. Vor der Übernahme der seelsorgerischen Tätigkeit vor 50 Jahren sei Pater Karl Reber von Provinzial Pater Franz Schauer gefragt worden, ob er bereit sei nach Pleystein zu gehen und dort eine Niederlassung der Salesianer-Oblaten zu gründen, die ein Noviziat für junge Menschen innerhalb der Ordensgemeinschaft beherbergen sollte. Pater Reber sei gerne gekommen, weil er als Oberpfälzer damit eng mit "Landsleuten" verbunden gewesen war, sagte der Geistliche.

Der neue Tätigkeitsort habe Pater Reber sogar so gut gefallen, dass er in zwei Abschnitten tätig war. Dessen Nachfolger Pater Alois Bachinger habe mit viel Eigenleistung und Hilfe aus der Bevölkerung das Kloster auf dem Kreuzberg zu einer Heimstatt gemacht, in der sich alle nachfolgenden Generationen der Ordensgemeinschaft wohlgefühlt haben.

Liebe Gottes vermittelt

In diesem halben Jahrhundert haben 18 Mitbrüder die Liebe Gottes und den Optimismus des Heiligen Franz von Sales vermittelt, aber auch ebenso viel von den Menschen in der Stadt zurückbekommen, sagte der Stadtpfarrer. Dies gelte im gleichen Sinne für die Novizen, die auf dem Kreuzberg das Leben im Orden kennengelernt haben. Die in Pleystein seither tätig gewesenen Ordensbrüder hätten sich auf die Hilfe aus der Bevölkerung stützen können, manche der Geistlichen hätten sogar eigene "Waschfrauen" gehabt, erinnerte Pater Ring. Aus diesem Zusammenwirken mit der Bevölkerung seien tiefe Freundschaften entstanden. Kirchenpfleger Hans Helgert erinnerte daran, dass Ordensgründer Franz von Sales eine "fröhliche und ansteckende Frömmigkeit" im Sinne einer freudigen Glaubenslehre verkündet hat. Die Freude des Franz von Sales sei oft auch den örtlichen Seelsorgern anzumerken, meinte Helgert. Den Geistlichen obliege die nicht immer leichte Aufgabe, den Entwicklungen der Stadt und den gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden. Die Oblaten des Heiligen Franz von Sales seien seit 50 Jahren als "Botschafter göttlicher Freude" Begleiter in der Seelsorgeeinheit Pleystein.

Bürgermeister Rainer Rewitzer nannte es eine besondere Ehre, für 50 Jahre Wirken am Menschen im Namen des Herrn den Dank der Stadt und seiner Bürgermeister aussprechen zu können. Die Geistlichen des Ordens seien vor allem auch bei weltlichen Anlässen immer gerngesehene Gäste, betonte das Stadtoberhaupt.

Einmaliger Rückblick

Im Anschluss an den Festgottesdienst bot die Fotoausstellung in der Unterkirche einen einmaligen Rückblick auf 50 Jahre Salesianer in Pleystein. Und nicht selten kamen den Besuchern beim Betrachten der Bilder aus den Archiven von Erwin Klotz, Wilhelm Hartung, Pater Konrad Haußner und Annemarie Woppmann beim Entdecken einer Person ein freudiges "Das ist doch. . ." über die Lippen. Hans Müllhofer, Klaus Fröhlich und Wilhelm Hartung hatten Bilder zusammengestellt und zeitlich geordnet, so dass sich die jahrzehntelange Tätigkeit der Sales-Oblaten nahtlos aneinanderreihte.
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